Wäsche stinkt nach dem Waschen? Diese Tipps helfen

Wenn man die Waschmaschine nach dem Waschgang öffnet und der Inhalt muffig riecht oder sogar stinkt, wissen viele nicht, was am besten zu tun ist. Tür zu und einfach nochmal waschen? Oder gibt es bessere Methoden?
Wäsche stinkt nach dem Waschen? Diese Tipps helfen
iStock / demaerre

Die meisten lieben den Geruch von frischer Wäsche. Inzwischen gibt es sogar zahlreiche Raumsprays und Duftkerzen, die versprechen, dass die gesamte Umgebung so riecht, als ob überall frische Wäsche zum Trocknen hängt. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn die eigene Wäsche nach dem Waschgang nicht nur nicht so duftet, sondern vielleicht sogar müffelt oder stinkt.

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Die Gründe dafür können vielfältig sein: Zu viel oder zu wenig Waschmittel, falsche Einstellungen an der Waschmaschine, Wäsche zu lange in der Trommel gelassen. Tatsächlich lohnt es sich, auf Ursachenforschung zu gehen – denn nur dann kann man auch aktiv etwas gegen muffig riechende Textilien tun.

Warum Wäsche überhaupt nach dem Waschen stinkt

Der häufigste Grund für Gerüche im Alltag sind Bakterien und diese spielen auch bei stinkender Wäsche eine Rolle. Wenn man seine Kleidung, Handtücher und andere Textilien zum Waschen in die Maschine legt, sind diese in der Regel nicht sauber und frisch, was der Grund für den Waschvorgang ist. Mit den Gegenständen gelangen dann entsprechend auch Bakterien in die Waschmaschine. Das ist völlig normal und kann auch nicht verhindert werden.

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Allerdings begünstigen gewisse Vorgehensweisen die Ausbreitung. Ist beispielsweise auch nur ein Wäschestück nass und lässt man dieses eine gewisse Weile liegen, können sich die Bakterien in der Maschine hervorragend vermehren und in den Zwischenräumen festsetzen. „Hinter stinkender Wäsche stecken Mikroorganismen, die in der Waschmaschine sein können, aber auch auf der Wäsche“, erklärt auch Prof. Dr. Benjamin Eilts, Experte für Angewandte Reinigung und Hygiene an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, beim SWR.

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Gründe für unangenehme Gerüche beim Waschen

Bakterien sind also die Ursache für stinkende Wäsche und Wasser und Waschmittel sind dann dafür zuständig, diese Bakterien wieder zu entfernen oder zumindest so weit zu reduzieren, dass die Wäsche nicht mehr stinkt. Dabei kommt es auf das richtige Mittel, die passenden Temperaturen und noch einiges mehr an. Daraus ableitend ergeben sich folgende Gründe für muffige Wäsche:

  • Waschmaschine zu voll: In einer vollen Maschine haben Waschmittel und Wasser nicht genügend Platz zum „Arbeiten“, weshalb Kleidung nicht richtig sauber wird.
  • Falsche Temperaturen: Je höher die Temperatur, desto schlechter für die Bakterien. Ein häufiger Grund für muffige Gerüche sind also zu geringe Temperaturen in der Maschine. Das Problem ist, dass nicht alle Stoffe hohe Temperaturen vertragen.
  • Waschmittel falsch dosiert: Zu wenig Waschmittel ist ebenfalls ein Grund für die Ausbreitung von Bakterien. Aber auch zu viel Waschmittel ist kontraproduktiv, da sich überschüssige Mittel nicht auflösen und dann in der Maschine verbleiben, wo sie Mikroorganismen als Nährboden dienen.
  • Dreckige Waschmaschine: Das beste Waschen nützt nichts, wenn sich bereits zahlreiche Bakterien in der Maschine befinden.
  • Wäsche vergessen: Bakterien lieben Feuchtigkeit. Wer seine nassen Textilien in der Maschine vergisst und zu lange mit dem Aufhängen wartet, muss mit unangenehmen Gerüchen rechnen.
Wäsche waschen: Frau füllt Waschmittel in eine Waschmaschine
iStock / fcafotodigital

Was tun gegen muffige und stinkende Wäsche?

Für die genannten Ursachen gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten, die allerdings alle auf dasselbe abzielen: Die Bakterien müssen weg. Einer der häufigsten Gründe für unangenehme Gerüche ist das zu späte Aufhängen. Deshalb ist einer der wichtigsten Hebel, die Stoffe direkt nach dem Waschen zum Trocknen aufzuhängen und anschließend die Maschine gut auszulüften, damit diese ebenfalls trocknen kann, wobei man allerdings vorsichtig agieren sollte. Am besten öffnet man darüber hinaus auch das Waschmittelfach; dort sammeln sich ebenfalls Bakterien und die kleine Schublade wird beim Trocknen oft vergessen.

Auf Platz 2 liegt die falsche Abstimmung von Waschmenge, Temperatur und Waschmittel. Die Verbraucherzentrale nennt eine einfache Faustregel für die Menge an Textilien, die in einem Waschgang zusammenkommen sollte. Am oberen Rand der Wäschetrommel sollte eine Hand noch hochkant Platz haben. Bei Woll- und Feinwäsche sollte man potenziell sogar noch etwas mehr Platz lassen.

Die Menge des Waschmittels richtet sich hingegen nach der Menge der Wäsche und dem Grad der Verschmutzung. Aber auch die örtliche Wasserhärte spielt eine Rolle. Hier lohnt es sich, sich kurz Zeit zu nehmen und genau zu überlegen, wie viel Waschmittel wirklich gebraucht wird. Detaillierte Hinweise finden sich jeweils auf der Verpackung.

Wichtig ist zudem, auch die Waschmaschine regelmäßig zu reinigen. Gerade in den nicht sichtbaren wasserführenden Teilen des Geräts sammeln sich auf Dauer Schleim und Bakterien, bei günstigen Verhältnissen sogar Schimmel. Am besten lässt man die Maschine deshalb alle vier bis acht Wochen ohne Wäsche bei mindestens 60 Grad laufen und dabei auf ein bleichmittelhaltiges Voll- oder Universalwaschpulver setzen. Eine regelmäßige Reinigung einzelner Elemente wie der Waschmittelschublade, der Tür und vor allem auch der Dichtungen ist ebenfalls ratsam.

So geht man gegen hartnäckige Gerüche vor

Es kann vorkommen, dass sich Gerüche hartnäckig in der Wäsche festsetzen, die dann auch nach mehrmaligem Waschen noch stinkt. Grundsätzlich kann man versuchen, die Stoffe dann erneut zu waschen und dabei weniger in die Maschine zu tun, die Temperatur zu erhöhen – wenn die Wäsche das verträgt – und mehr Wasser zu nutzen.

Nützliche Helfer können zudem einige Hausmittel wie Essig, Zitrone und Natron sein. Ein bis zwei Esslöffel Essig oder Zitronensäure, die man dem Waschmittel hinzufügt, helfen bei der schonenden Bekämpfung von Bakterien. Alternativ kann man auch eine halbe Tasse Natron mit in die Trommel geben. Vorsicht gilt allerdings bei säurehaltigen Mitteln. Diese können auf Dauer der Waschmaschine schaden, weshalb man sie nur im Notfall einsetzen sollte.

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Wie man seine Textilien optimal wäscht

Wer verhindern möchte, dass seine Wäsche stinkt, hat also verschiedene Hebel, um das umzusetzen. Optimalerweise verhindert man so, dass es überhaupt zu unangenehmen Gerüchen kommt. Dafür geht man zusammengefasst am besten wie folgt vor:

  • Wäsche nur in trockenem Zustand in die Waschmaschine legen, ansonsten vorher trocknen lassen.
  • Generell Textilien vor dem Waschen nicht ewig in der Maschine liegen lassen, sondern alles auf einmal einfüllen und dann auch direkt den Waschgang starten.
  • Maschine nicht zu stark befüllen.
  • Stoffe so heiß wie möglich waschen, ohne ihnen zu schaden.
  • Waschgang und Waschmittel aufeinander abstimmen, indem man die Herstellerhinweise befolgt.
  • Wäsche nach Beenden des Waschgangs zeitnah aus der Maschine holen und zum Trocknen aufhängen.
  • Dabei auf gutes Raumklima achten und nach Möglichkeit und passendem Wetter auch einfach draußen trocknen lassen (aber Vorsicht vor zu starker Sonne).
  • Waschmaschine zum Trocknen offen stehen lassen.