Interaktive Karte zeigt, wo der Schulweg besonders gefährlich ist

Auf dem Schulweg gibt es zahlreiche Gefahren für Kinder. Eine interaktive Karte soll Aufschluss darüber geben, wo besondere Vorsicht angesagt ist.
Interaktive Karte zeigt, wo der Schulweg besonders gefährlich ist
Blicki blickt's

Im Durchschnitt gehen Kinder etwa ab dem 8. Lebensjahr alleine zur Schule, wobei es im Detail natürlich immer auf den konkreten Schulweg ankommt. Denn während einige Kinder nur wenige Minuten zu Fuß in einer verkehrsberuhigten Gegend laufen müssen, haben andere es wesentlich weiter und müssen etwa auch mit dem Fahrrad oder dem Öffentlichen Nahverkehr zur Einrichtung kommen. Dabei gibt es mehrere potenzielle Gefahren; eine der größten stellen Unfälle dar.

So konnte etwa die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung für das Jahr 2025 feststellen, dass es einen deutlichen Anstieg bei den Unfällen auf dem Schulweg gegeben hat. So lag offenbar alleine im ersten Halbjahr 2025 die Zahl der Unfälle von Schülerinnen und Schülern bei 42.302. In etwa 43 Prozent der Fälle fuhren die Betroffenen dabei Fahrrad, 11 Prozent waren Autounfälle und in 9 Prozent der Fälle waren Fußgängerinnen und Fußgänger betroffen. Dabei sind vor allem ältere Kinder gefährdet, die einen potenziell längeren Schulweg haben. Doch was kann man dagegen tun?

Kinder auf dem Schulweg gehen über einen Zebrastreifen
iStock / Imgorthand

Initiative will den Schulweg für Kinder möglichst sicher gestalten

Um besonders unfallgefährdete Routen kenntlich zu machen, gibt es eine interaktive Karte von „Blicki blickt's“. Hinter der Karte steht eine auch vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Initiative, die auf bestehende Unfallstatistiken zurückgreift, um die Sicherheit für Schulkinder im Straßenverkehr zu erhöhen. Dabei steht jeder rote Punkt auf der Karte für einen Vorfall, schwarze markieren schwerere Unfälle. Teilweise kann man durch einen Klick auf mehr über die Geschehnisse erfahren. Man kann auch eine bestimmte Route für ein festgelegtes Verkehrsmittel eingeben, um sich die Unfälle in einer bestimmten Gegend anzeigen zu lassen.

So sollen Eltern schneller einschätzen können, ob für ihre Kinder eine konkrete Gefahr auf dem Schulweg besteht und ob man sich eventuell nach einer alternativen Route umschauen muss. Während sich manche Gefahrenpunkte nur schwer umgehen lassen, weil sie in unmittelbarer Nähe zur Schule liegen, ist das bei anderen hingegen nicht der Fall. Dabei gilt es, den bestmöglichen und dennoch schnellen Weg festzulegen.

Darüber hinaus wird empfohlen, den Schulweg mehrfach mit dem Kind zurückzulegen und auf Gefahrenstellen aktiv hinzuweisen. Bei der Sensibilisierung der Kinder kann die interaktive Karte ebenfalls helfen. Zudem sollten Kinder im Straßenverkehr stets gut sichtbare Kleidung tragen und Eltern sollten möglichst früh über das bestmögliche vorsichtige Verhalten aufklären.