Warum diese Küchenabfälle nicht in den Müll gehören

Beim Kochen fallen natürliche Küchenabfälle an, die oft einfach im Müll landen. Dabei können sie noch wahnsinnig nützlich sein.
Warum diese Küchenabfälle nicht in den Müll gehören
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Auch ein normaler Haushalt produziert im Schnitt eine Menge Müll. Trotz sinkender Zahl liegt das Müllaufkommen pro Kopf in Deutschland laut Statistischem Bundesamt bei etwa 433 Kilogramm pro Jahr. Daran haben auch Küchenabfälle, die in der Regel über den Bio- oder Restmüll entsorgt werden, ihren Anteil. So ergab eine Studie des WWF, dass deutsche Privathaushalte für etwa sechs Millionen Tonnen entsorgter Lebensmittel verantwortlich sind.

Dazu gehören vor allem Produkte mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum. Aber auch Lebensmittelreste landen viel zu oft im Müll, was paradoxerweise vor allem bei Personen der Fall ist, die sich eigentlich sehr bewusst ernähren. Das liegt daran, dass diese Menschen in der Regel mehr frische Lebensmittel zum Kochen nutzen, wobei entsprechende Reste anfallen. Dabei könnte man gerade in diesem Bereich noch weiter einsparen und zudem echten Mehrwert schaffen.

Das passt zu einem wachsenden Trend, in dessen Rahmen immer mehr Leute versuchen, nicht nur Müll einzusparen, sondern auch bewusster mit Lebensmitteln umzugehen. So kann man einige vermeintliche Küchenabfälle noch weiter nutzen, indem sie etwa als Dünger oder auch als Beauty-Hack verwendet werden. Das Ganze nennt sich „Food Upcycling“ und eröffnet diverse neue Möglichkeiten.

Küchenabfälle: Reste von Eierschalen, Zwiebelschalen und Grünzeug auf einem Haufen
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Küchenabfälle durch „Food Upcycling“ nützlich weiterverwenden

Besonders effizient kann man etwa Gemüse-, Obst- oder auch Eierschalen weiterhin einsetzen. So kann man aus den abgeschälten Resten von Obst und Gemüse, solange sie sauber sind, schmackhafte Soßen oder sogar Tee zubereiten. (Bio)-Schalen von verschiedensten Obstsorten kann auch für sogenanntes „Infused Water“ verwendet werden. Dann spart man sich zudem einiges Geld im Supermarkt, weil man sich kein mit künstlichem Geschmack versetztes Wasser mehr kauft. Küchenabfälle wie Eier- und auch Kartoffelschalen können wiederum als Düngemittel zum Einsatz kommen, da sie wichtige Nährstoffe enthalten.

Und auch Kerne kann man noch weiterverwenden. So kann man etwa Kürbis- und Melonenkerne nach gründlicher Reinigung noch im Backöfen rösten. Bananenschale hingegen kann man in gesalzenem Wasser noch kochen und als Beilage gegessen werden. Alter Kaffeesatz kann wiederum etwa mit Honig und Öl noch als Peeling zum Einsatz kommen. Für viele gehören zudem auch Käserinde zu den Küchenabfällen und damit kompromisslos in den Müll. Allerdings kann man die Rinde noch benutzen, indem man sie in einer Soße oder Suppe mit kocht und dann vor dem essen herausfischt, dabei wird noch einiges an Aroma abgegeben. Und alte, trockene Brotreste kann man noch Raspeln und etwa als Paniermehl verwenden.

Teilweise kann man Küchenabfälle sogar noch zum Putzen benutzen. Dazu gehört vor allem Zitronenschale beziehungsweise generell die Schale von Zitrusfrüchten. So kann man die Schalen etwa mit weißem Essig aufgießen und für zwei bis drei Wochen ziehen lassen, dann bekommt man einen guten Reiniger mit Zitrusgeruch. Und wer eine ausgedrückte Zitronenscheibe kurz in die Mikrowelle packt, kann damit noch hervorragend eingebrannte Reste beseitigen. Generell sollte man sich aber immer informieren, welche Küchenabfälle potenziell giftig sein könnten, bevor man sie weiterverwendet.