Es sind nicht nur die bereits bekannten Planeten und Himmelskörper, die sowohl bei den Menschen auf der Erde als auch bei den Wissenschaftlern auf der ISS für Diskussionen sorgen. Immer wieder werden neue Phänomene entdeckt, die manchmal sogar gefährlich für die Erde werden können.
Mit dem James-Webb-Teleskop wurde kürzlich ein Himmelskörper erforscht, der weder als Stern noch als Planet gilt. Er trägt den Namen SIMP 0136 und schwebt rund 20 Lichtjahre von uns entfernt durch das Universum. Bisher gab SIMP den Forscherinnen und Forschern Rätsel auf. Fest steht bereits, dass die Masse des Himmelskörpers 13-mal so groß ist wie die des Jupiters.

Mit dem James-Webb-Teleskop haben die Forscher den mysteriösen Himmelskörper SIMP 0136 untersucht
Somit überholt SIMP 0136 den größten Planeten unseres Sonnensystems. Die Forscher gehen nach den jüngsten Untersuchungen davon aus, dass es sich um einen sogenannten "braunen Zwerg" handelt. Das ist ein Himmelskörper, der eine Sonderstellung zwischen Sternen und Planeten einnimmt. Zudem soll es sich um ein schnell rotierendes und freischwebendes Objekt handeln. Mittlerweile ist SIMP schon 200 Millionen Jahre alt und das hellste Objekt seiner Art, das sich am nördlichen Himmel befindet. Bei dem Himmelskörper handelt es sich den Wissenschaftlern zufolge außerdem um das ideale Forschungsobjekt.
Kürzlich konnte man durch die Infrarot-Messgeräte des Webb-Teleskops detaillierte Lichtkurven dokumentieren. „Stell dir vor, du beobachtest die Erde aus der Ferne. Wenn du auf jede Farbe einzeln schaust, kannst du Muster erkennen, die dir etwas über ihre Oberfläche und Atmosphäre verraten, selbst wenn du die einzelnen Merkmale nicht siehst“, erklärt Philip Muihead, Co-Autor der Studie. Künftig wird es noch ein weiteres Teleskop geben, welches unter anderem dazu eingesetzt werden soll, besser einschätzen zu können, ob Planeten in Jupitergrößer womöglich bewohnbar sind. Die Forscher möchten außerdem noch genauer herausfinden, wie es auf SIMP aussieht.