Sex-Unfälle: Studie enthüllt die gefährlichste Stellung

Beim Sex kommt es häufiger zu Unfällen als gedacht. Diese Stellungen sind laut einer Studie am gefährlichsten und können zu erheblichen Verletzungen führen.

13.02.2024, 15:50 Uhr
Sex-Unfälle: Studie enthüllt die gefährlichste Stellung
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Die schönste Nebensache der Welt kann auch Gefahren bergen. Hierbei soll es aber nicht um Herzinfarkte durch zu hohe Anstrengungen von „Untrainierten“ gehen und auch nicht um die Nebenwirkungen durch die Einnahme potenzfördernder Mittel, sondern eher um „akrobatische“ Einlagen. Die meisten Paare, die schon häufiger Sex hatten, möchten ihren Alltag gerne mal mit ein paar Neuigkeiten aufpeppen. Das geht über diverse Spielzeuge, über spezielle, aufregende Locations, bis hin zu ausgefallenen Stellungen. Die sind teilweise aus dem altehrwürdigen indischen Kamasutra abgeleitet oder oft auch selbst erfunden.  

So oder so kann bei diesen Stellungen einiges an Unfällen passieren und dazu gibt es auch ein paar Zahlen: Das Online-Gesundheitsunternehmen EuroClinix fand heraus, dass im Jahr 2020 von 2000 befragten Briten rund 15 Prozent durch Sex, verletzt wurden. Dabei geht natürlich die Schwere der Verletzungen weit auseinander. Auch die Geschlechterangehörigkeit scheint da eine Rolle zu spielen, denn mit 39 Prozent sind Männer etwas stärker betroffen als die Frauen, die aber mit 36 Prozent nicht allzu weit dahinter liegen. 

Studie: Das sind die gefährlichsten Sex-Stellungen Studie: Das sind die gefährlichsten Sex-Stellungen
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Auch alterstechnisch gibt es ein paar Überraschungen, denn zwischen 35 und 44 Jahren scheint mal wohl am „verletzungsanfälligsten“ zu sein – und zwar deutlich, denn rund 50 Prozent der Verletzungen beim Sex geht auf Kosten dieser Altersgruppe. Die Art und Weise scheint ebenfalls eine große Rolle zu spielen, denn speziell die Männer erleiden beim Oralsex deutlich mehr Schäden als beispielsweise bei einer Penetration. Hier gab ein Viertel der Männer an, bei oraler Stimulation schon mal verletzt worden zu sein. Vermutlich haben die betreffenden Frauen mit dem Mund wohl etwas „zu viel des Guten“ geboten.

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Die beliebteste Sex-Stellung der Deutschen ist auch am gefährlichsten

Überraschenderweise steht auch die Verbrennung als Symptom einer Verletzung weit oben auf der Skala. Dazu scheint es zu kommen, wen im Eifer des Gefechts eine zu starke Reibung auf dem Teppich oder anderen Untergründen stattfindet. Blaue Flecken und Muskelzerrungen kann man sich natürlich auch bei allen anderen täglichen Aktivitäten holen, aber beim Sex denkt man natürlich deutlich weniger daran als beispielsweise beim Sport. Hygienebedingte Harnwegsinfektionen gehören mit 23 Prozent ebenso dazu wie Rückenverletzungen, die von 16 Prozent der Betroffenen davongetragen wurden.

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Am gefürchtetsten von allen Verletzungen, die sich ein Mann beim Sex zuziehen kann, ist aber eindeutig der Penisbruch. Der entsteht am leichtesten ausgerechnet in einer der beliebtesten Stellungen überhaupt, dem Doggy-Style. Hier steht oder kniet der Mann hinter der vorgebeugten Frau und kann so besonders tief in die Partnerin eindringen. Wer dabei zu beherzt vorgeht, „trifft“ möglicherweise leicht daneben und riskiert dabei den gefürchteten Penisbruch. Da macht diese Position leider auch zur gefährlichsten und verletzungsanfälligsten von allen. 

So lassen sich Verletzungen beim Sex vermeiden

Auf dem zweiten Platz liegt die allseits bekannte Missionarsstellung, bei der sich ein Drittel der Befragten verletzt haben und die beliebte „69“-Stellung kommt mit rund 10 Prozent auf Platz 3. Überraschenderweise finden die meisten Unannehmlichkeiten nicht etwa an exotischen Orten, dem Wald oder scharfkantigen Felsen statt, sondern tatsächlich im heimischen Bett. Dahinter kommt mit 26 Prozent das Sofa und auf dem dritten Platz liegt mit 22 Prozent die Treppe.

Alles in allem lässt sich jedoch das meiste an Verletzungen und Blessuren vermeiden, falls beide etwas bedachter vorgehen, wobei die Hygiene das A und O der Maßnahmen darstellt. Harnwegsinfektionen sowie andere Geschlechtskrankheiten haben so kaum eine Chance. Das gilt sowohl für das benutzte „Spielzeug“ als auch für die Körper aller beteiligten. Gleitgel schützt beide vor Läsionen im Intimbereich und die Einführung eines sogenannten „Safe-Words“, einem Wort, das dem Partner signalisiert, dass er oder sie ihre „Grenzen“ erreicht haben, ist ebenfalls problemlos möglich. Schlussendlich soll die schönste Nebensache der Welt ja nur zur Lust an der Wiederholung und nicht zu einem Arztbesuch führen.