Papageienkrankheit: WHO warnt nach Todesfällen vor Ausbreitung in Europa

Momentan infizieren sich mehr Menschen als gewöhnlich mit der sogenannten "Papageienkrankheit". Nach ersten Todesfällen sprach die WHO nun eine Warnung aus.

08.03.2024, 11:50 Uhr
Papageienkrankheit: WHO warnt nach Todesfällen vor Ausbreitung in Europa
Africa Studio/Shutterstock
Anzeige

Das Corona-Virus zirkuliert zwar auch nach vier Jahren immer noch in der Bevölkerung, allerdings sind die aktuell dominierenden Subtypen kaum noch gefährlich. Stattdessen warnt die WHO nun vor der sogenannten „Papageienkrankheit“. Die bakterielle Infektion breitet sich momentan in Europa aus. Auch Deutschland ist mittlerweile betroffen.

Eigentlich wird die Ornithose von Vögeln übertragen. Seit November letzten Jahres ist die Zahl der infizierten Menschen aber signifikant angestiegen. Auch Todesfälle hat es bereits gegeben. In den Niederlanden starb ein Mensch und in Dänemark starben vier weitere. Deshalb macht die WHO nun auf das bestehende Risiko aufmerksam.

Vogelgrippe alarmiert WHO: Mensch steckt sich erstmals bei Kuh an Vogelgrippe alarmiert WHO: Mensch steckt sich erstmals bei Kuh an
Anzeige
kmpzzz/Shutterstock

Papageienkrankheit breitet sich auch in Deutschland aus

Ausgelöst wird die „Papageienkrankheit“ durch das Bakterium Chlamydophila psittaci. Ihren Namen hat die Erkrankung erhalten, da die Bakterien ursprünglich bei Vögeln wie Papageien, Tauben und Möwen zu finden sind. Es handelt sich um eine weitere Zoonose, die für den Menschen gefährlich werden kann. Infizieren kann man sich durch den Kontakt mit den Tieren oder das Einatmen von Kotstaub. Auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich, laut der WHO aber selten. 

Anzeige

In Deutschland ist die Papageienkrankheit meldepflichtig. Die Patienten leiden zumeist unter Symptomen wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und trockenem Husten. Schlimmstenfalls kann die Infektion aber eine Lungenentzündung auslösen. Wichtig ist, die Erkrankung so früh wie möglich mit Antibiotika zu behandeln. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 14 und in diesem Jahr fünf Fälle gemeldet. 16 Betroffene mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Zumeist infizieren sich Menschen nur mit dem Virus, wenn sie beispielsweise in einer Tierarztpraxis arbeiten, oder mit Wildvögeln in Kontakt kommen. 

Anzeige