Mediziner schlagen Alarm: Mutiertes Grippevirus breitet sich aus

Eine neue Grippevirus-Mutation breitet sich aktuell auf verschiedenen Kontinenten aus. In 15 Ländern konnte der Erreger bereits nachgewiesen werden.

20.06.2024, 15:44 Uhr
Mediziner schlagen Alarm: Mutiertes Grippevirus breitet sich aus
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In den vergangenen Monaten wurde vor verschiedenen Krankheiten gewarnt. Darunter das Denguefieber, welches sich nun auch immer häufiger in Europa zeigt. Momentan schlagen Mediziner jedoch wegen eines mutierten Grippevirus Alarm. In insgesamt 15 Ländern wurde es kürzlich nachgewiesen.

Wie die Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, ist der Erreger mittlerweile auch bei zwei Menschen aus den USA entdeckt worden. Ein Problem, das immer weiter voranschreitet. Denn die Mutationen befinden sich genau an den Stellen, an die normalerweise die medikamentöse Behandlung andockt. Dadurch sollen gängige Mittel wie Tamiflu weniger wirksam sein.

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Die neue Grippevirus-Mutation wurde in 15 Ländern nachgewiesen

Schon im März warnten Forscher aus Hongkong vor der Mutation. Sie untersuchten die neue Variante des Grippevirus H1N1 und kamen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass es resistenter gegen die Behandlung zu sein scheint. Insbesondere ältere Patienten oder Menschen mit Vorerkrankung könnten deshalb schwer erkranken. Wie stark das Virus die Wirksamkeit verringert, kann bisher jedoch noch nicht genau bestimmt werden. Speziell in Europa wurde die neue Influenza-Variante nachgewiesen. Der Erreger tauchte unter anderem in Frankreich, Norwegen, den Niederlanden, Großbritannien, Spanien und Schweden auf.

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"Allerdings spiegeln diese Daten möglicherweise nicht unbedingt den tatsächlichen Anteil der im Umlauf befindlichen Varianten wider, da die einzelnen Länder unterschiedliche Überwachungs- und Sequenzierungsstrategien verfolgen", erklärten die Forscher. Dennoch tritt die Variante im Gegensatz zu anderen Erregern selten auf. Es handelt sich keinesfalls um eine wellenartige Ausbreitung. Die Experten konnten aber auch feststellen, dass Medikamente wie Xofluza oder auch die normale Grippeimpfung gegen die Mutation wirken. Für den kommenden Herbst wurden alle Ärzte zur besonderen Aufmerksamkeit aufgerufen.

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