Kriminelle kassieren Tausende mit geschicktem Airbnb-Betrug

So erkennt man die neue Masche.

06.07.2023, 16:05 Uhr
Kriminelle kassieren Tausende mit geschicktem Airbnb-Betrug
Ralf Liebhold/Shutterstock
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Die Plattform Airbnb wird tagtäglich von Millionen Menschen genutzt. Hier kann das Traum-Feriendomizil gefunden werden. Ob Villa, Wohnung oder Baumhaus, für jeden ist etwas dabei. Reisen in private Unterkünfte werden immer beliebter.

Natürlich machen sich auch Kriminelle diesen Erfolg zunutze. Sie haben eine neue Betrugsmasche entwickelt und zahlreiche Opfer bereits um mehrere Tausend Euro gebracht. Zuerst mieten die Täter eine möblierte Wohnung in beliebter Lage auf Airbnb an. Schließlich inserieren sie diese auf diversen Plattformen im Netz und bewerben sie als Mietobjekt. Ab diesem Punkt gehen sie äußerst professionell vor. 

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AngieYeoh/Shutterstock

Daran erkennt man die Masche

Sie inserieren die von Airbnb „geklaute“ Wohnung als besonderes Schnäppchen. Oft handelt es sich um luxuriös ausgestattete Apartments, die mit viel Platz daherkommen. Die Betrüger bieten diese für auffällig günstige Preise pro Monat an. "Die Kriminellen treten äußerst professionell auf und laden ihre Opfer zu Besichtigungsterminen ein", erklärt Experte Thorsten Behrens. Dort treffen die Opfer auf einen angeblichen „Makler“.

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Beim Besichtigungstermin vor Ort soll der Interessent schließlich sofort einen Mietvertrag unterzeichen. "Dass es sich um Betrug handelt, merken die Opfer erst, wenn sie eine Kaution und meist auch eine Ablöse von mehreren tausend Euro an die Kriminellen überwiesen haben. Denn ab diesem Zeitpunkt sind diese plötzlich nicht mehr erreichbar und der Mietvertrag stellt sich als Fake heraus", heißt es weiter.

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Deshalb sollte man die umgekehrte Bildersuche nutzen, um die Originalinserate auf Airbnb zu finden. So wird schnell klar, dass es sich eigentlich um eine Ferienwohnung handelt. Zudem sollte man spätestens dann hellhörig werden, wenn der „Vermieter“ kein Auswahlverfahren anberaumt hat und man sofort bei einer Besichtigung zum Unterzeichnen eines Vertrags aufgefordert wird. Hier geht es definitiv nicht mit rechten Dingen zu.