Insolvenz nach 75 Jahren: Deutscher Getränkehersteller vor dem Aus

Momentan rollt eine Insolvenzwelle über Deutschland. Nun trifft es einen traditionsreichen Getränkehersteller, der mit großen Problemen kämpft.

02.01.2024, 16:16 Uhr
Insolvenz nach 75 Jahren: Deutscher Getränkehersteller vor dem Aus
Alessia Pierdomenico/Shutterstock
Anzeige

Momentan kämpfen zahlreiche deutsche Unternehmen um ihre Existenz. Begonnen haben die Probleme mit der Corona-Krise, die bereits zahlreiche Arbeitsplätze forderte. Einige Unternehmen rutschten in die Insolvenz und konnten sich nicht mehr erholen.

Es folgte der Krieg in der Ukraine und somit auch hohe Energie- und Rohstoffpreise. Zudem kämpft die deutsche Wirtschaft momentan mit den Maßnahmen der Ampel-Regierung. Alles in allem bewegen sich zahlreiche Konzerne auf dünnem Eis. Kürzlich hat es auch einen traditionsreichen Getränkehersteller getroffen. Die Altenburger Destillerie aus Thüringen hat vor wenigen Tagen Insolvenz angemeldet.

200 Filialen in Deutschland: Bäckereikette meldet erneut Insolvenz an  200 Filialen in Deutschland: Bäckereikette meldet erneut Insolvenz an 
Anzeige
Prilutskiy/Shutterstock

Eine folgenschwere Insolvenzwelle rollt über Deutschland

Eingereicht wurde der Antrag am 20. Dezember beim Amtsgericht Gera. Insolvenzverwalter Rolf Rombach erklärte, dass die allgemeine Wirtschaftslage sowie die hohen Energiekosten als Hauptgründe für den drastischen Schritt gelten. Die Altenburger Destillerie ist insbesondere für die Herstellung von Spirituosen bekannt. Seit 75 Jahren werden hier beliebte Getränke aus Thüringen hergestellt. Der Betrieb soll nun erstmal trotz der Insolvenzankündigung uneingeschränkt weitergeführt werden. 

Anzeige

Ziel sei es, in den kommenden Monaten Strategien zu entwickeln, um das Unternehmen wieder zu stabilisieren. Die finanzielle Lage soll verbessert werden und es besteht durchaus noch Hoffnung auf eine Rettung des Getränkeherstellers. Ralf Rombach erklärte, er habe sich „mit meinem Team einen ersten Überblick verschafft“. Die Lage sei „äußerst herausfordernd“. Wie es für die aktuell 30 Mitarbeiter in diesem Jahr weitergehen soll, ist noch unklar. 

Anzeige