Disneyfilme vor dem Aus? Nach zahlreicher Kinoflops sieht Disneys Zukunft düster aus

Wer heute an Disney denkt, hat unweigerlich die zahlreichen Filme im Sinn, die uns durch unsere Kindheit begleitet haben. In den letzten Jahren hat sich der Konzern breiter aufgestellt und in zahlreiche Franchises investiert. Jetzt jedoch könnten Disneyfilme vor dem Aus stehen.

21.07.2023, 13:43 Uhr
Disneyfilme vor dem Aus? Nach zahlreicher Kinoflops sieht Disneys Zukunft düster aus
IMAGO / Lobeca
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Das Ende einer Film-Ära scheint bevorzustehen. Vorbei sind die guten Zeiten, in denen Disney mit „Marvel’s Avengers“ oder „Fluch der Karibik“ Zuschauer zu Scharen in die Kinosäle lockte. Weder Pixar’s „Elementals“ noch die Realverfilmung von „Arielle, die kleine Meerjungfrau“ oder „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ überzeugten die Fans. Hat Disney seinen Zauber verloren? Stehen Disneyfilme vor dem Aus? Es häufen sich Gerüchte um Verkäufe.

Disneyfilme vor dem Aus: Disneys Filmsparte soll verkauft werden

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Disney-Chef Bob Iger scheint bereit zu sein, zu unerwarteten Maßnahmen zu greifen, um den Disney-Konzern vor weiteren Verlusten zu bewahren. Augenscheinlich bietet der Mann ein Drittel seiner Firma mittlerweile zum Verkauf an. Die komplette TV-Sparte mit Fernsehsendern wie ABC sowie das teure Streaming-Geschäft sollen aus dem Mutterkonzern entfernt werden.

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Das sind schockierende Neuigkeiten, wenn man bedenkt, dass vor der Pandemie noch rund 35 Prozent von Disneys Umsatz aus der TV-Sparte stammten. Als größter Interessent für diese Bestandteile des Disney-Konzerns gilt das Tech-Unternehmen Apple. Mit einem einzelnen Kauf könnte sich das Unternehmen damit eine der wertvollsten Film- und Serienfranchises der Welt sichern.

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Die Gründe, die den Verkauf motivieren, sind vielfältig. Hollywood hat bereits seit Längerem mit Problemen zu kämpfen. Im Mai begannen die Drehautoren mit einem Streik, der dutzende Produktionen lahmlegte. Mittlerweile sind auch Schauspieler dazu übergangen, die Sets zu bestreiken. Zahlreiche Produktionen mussten verschoben oder gar aufgegeben werden.

Angesichts dieser Ungewissheit und dem Risiko weiterer Verluste, erscheint der Zeitpunkt für den Verkauf der TV-Sparte perfekt. Das Streaming-Geschäft hat sich für Disney zudem trotz zahlreicher Abonnenten bis heute nicht gerechnet. Der Konzern zahlt noch immer zu, um den Streaming-Dienst am Leben zu erhalten, weshalb nun wieder Lizenzen für Disney-Inhalte an andere Streaming-Anbieter gehen.  Auch zahlreiche geplante Produktionen von Filmen und Serien wurden aus Kostengründen abgesetzt oder verschoben.

Den Streaming-Service inklusive der TV-Sparte loszuwerden, würde mit einem Schlag alle Bereiche von Disney lösen, die gerade hohe Kosten verursachen. Einige Gerüchte gehen jedoch weiter und sprechen davon, dass ein vollständiger Verkauf des gesamten Disney-Konzerns stattfinden könnte. Angesichts des hohen Jahresumsatzes, den der gesamte Konzern verbucht, erscheint das jedoch unwahrscheinlich. Trotz aller Kosten, die verursacht werden, hat Disney allein im zweiten Quartal dieses Jahres noch immer einen Gewinn von 1,2 Milliarden für sich verbuchen können.