Die Nosferatu-Spinne breitet sich momentan in Deutschland aus. Eigentlich stammt die sogenannte Zoropsis spinimana aus dem Mittelmeerraum. Insbesondere im Südwesten des Landes hat sie sich aber fest etabliert. Wer das Tierchen in seinem Schuppen oder in seinem Schlafzimmer entdeckt, sollte es fotografieren.
Der Naturschutzbund Deutschland e.V. ruft nämlich dazu auf, die Sichtungen mit einem Bild zu melden. Forscher können diese Informationen nutzen, um den Klimawandel und die Entwicklungen der Umwelt besser nachvollziehen zu können. Der Aufruf hängt also nicht etwa mit einer Gefahr zusammen, denn die Nosferatu-Spinne ist für den Menschen ungefährlich.

Nosferatu-Spinne wird in Deutschland heimisch: So erkennt man sie
Zwar kann das Tier beißen, allerdings nur, wenn es sich bedroht fühlt. Das Gift der Spinne ist in der Regel harmlos und löst Quaddeln wie bei einem Mückenstich aus. Lediglich Allergiker müssen vorsichtig sein. Wie auch bei anderen Spinnenbissen kann es zu einer allergischen Reaktion kommen, die ärztlich behandelt werden muss. Schlimmstenfalls droht ein allergischer Schock, was aber sehr selten ist. Der NABU bittet um die Meldung der Sichtungen, da die Ausbreitung der Spinnenart mit den erhöhten Sommertemperaturen in den vergangenen Jahren zusammenhängt.
Mehr dazu: Vorsicht, Bissgefahr: Giftige Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus
Die Nosferatu-Spinne benötigt die wärmeren Gefilde, um sich fortzupflanzen und heimisch zu fühlen. Durch die Ausbreitung neuer Tierarten lässt sich somit genauer bestimmen, wie sich die Temperaturen in Deutschland verändern und welche Auswirkungen in Zukunft zu erwarten sind. Eine Sichtung der Spinne kann über die Web-App Naturgucker gemeldet werden. Man erkennt die Nosferatu-Spinne an ihrem Muster auf dem Rücken, welches an den gleichnamigen ikonischen Vampir erinnert.

