Igel und Maulwürfe sind wichtige Helfer in der Natur, allerdings nehmen die Bestände beider Arten ab. Der Grund dafür ist in beiden Fällen vor allem der Mensch. Während dem Maulwurf vor allem veränderte klimatische Bedingungen zu schaffen machen, sind es beim Igel versiegelte Gärten, Nahrungsmangel durch Pestizide und den Klimawandel, fehlende Brut- und Winterschlafplätze sowie Gefahren durch den Verkehr und Mähroboter.
Um zu wissen, wie es tatsächlich um die Tiere steht, ruft der deutsche Naturschutz nun dazu auf, bei der Zählung zu helfen. Es handelt sich bereits um die vierte Herbstzählung im Rahmen des sogenannten Citizen-Science-Projekts, das auf mindestens zehn Jahre ausgelegt ist. Worauf muss man achten?
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So kann man sich an der Aktion beteiligen
Der Herbstanfang ist für die Zählung besonders geeignet, weil sich beide Arten zu dieser Zeit auf bestimmte Art und Weise verhalten. Während Maulwürfe ihren Wintervorrat an Regenwürmern anlegen, futtern sich Igel ihre Speckschicht für den Winterschlaf an. Die vergangenen Aktionen verliefen dem Naturschutz zufolge recht erfolgreich. So sollen sich an den zurückliegenden Zählungen bereits Tausende beteiligt haben.
- Wann? Vom 18. bis zum 28. September
- Wo? Beim NABU kann man seine Funde melden. In Bayern ist die Seite „igel-in-bayern.de“ zuständig.
- Wie? Am besten macht man ein Foto der Tiere beziehungsweise der Maulwurfshügel und sendet diese mit Datum und Ort und eventuell bemerkenswerten Informationen ein.
„Jede einzelne Meldung liefert wertvolle Daten zu den Tieren, die Forschende allein flächendeckend kaum erheben könnten“, erklärt Lea-Carina Hinrichs, Artenschützerin der Deutschen Wildtier Stiftung.
Warum Igel und Maulwürfe so wichtig für die Natur sind
Beide Tierarten spielen eine wichtige Rolle im heimischen Ökosystem. So ist der Igel ein wichtiger Schädlingsbekämpfer, der vorrangig Raupen, Käfer, Larven, Spinnen und teilweise auch Schnecken frisst. Zudem dienen die Tiere als wesentlicher Bioindikator für ein intaktes Ökosystem. Wo viele der Tiere leben, ist die Natur gesund, es gibt viele Insekten und wenig Pestizide.
Der Maulwurf trägt wiederum durch seine besondere Lebensweise unter der Erde zur Belüftung des Erdreichs bei. Durch die teilweise ausgedehnten Gangnetze wird der Boden aufgelockert, was die Sauerstoffversorgung verbessert und zudem dafür sorgt, dass Wasser besser versickern kann. Das kommt auch den Pflanzen zugute. Darüber hinaus ernähren sich auch Maulwürfe von Schädlingen, unter anderem von Maikäferlarven, Schnakenlarven und Schnecken.
Weil sie für die Natur beide unverzichtbar sind, gelten sowohl Igel als auch Maulwürfe in Deutschland als geschützte Arten. Das bedeutet, dass sie weder gejagt, gefangen noch getötet werden dürfen.

