2023 kam es bei einer Expedition der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zu einem spektakulären Fund. In einer Tiefe von etwa 3300 Metern wurde in der Nähe von Alaska eine golden glänzende Kugel entdeckt. Nun hat ein Forscherteam um den Experten Steven Auscavitch vom National Museum of Natural History in Washington ein erstes Ergebnis über ihre wahre Beschaffenheit vorgelegt.
Wer jetzt allerdings eine spannende Geschichte über einen verlorengegangenen Schatz erwartet, könnte ein wenig enttäuscht sein. Bei dem Fund handelt es sich nämlich, wie auch augenscheinlich bereits zu erkennen war, nicht um echtes Gold. Die Geschichte dahinter ist allerdings mindestens genauso faszinierend.

„Goldene Kugel“ liefert interessante wissenschaftliche Erkenntnisse
Denn was vor drei Jahren in 3300 Metern Tiefe im Scheinwerferlicht glänzte, sind die Überreste einer Tiefseeanemone namens „Relicanthus daphneae“. Das konnte das Team anhand von DNA-Proben feststellen, nachdem ein faseriges Material sichergestellt worden war, in dem sich die alten Überreste von Nesselzellen befanden.
Bei der gefundenen „Kugel“ handelt es sich den aktuellen Erkenntnissen nach um die wachsartige äußere Schutzhülle, die abgestreift wurde. Darauf weist auch ein kleines Loch an einer Seite hin. Dieses könnte bei einem Standortwechsel des Tieres oder einer asexuellen Fortpflanzung entstanden sein, zu der Seeanemonen in der Lage sind, indem sie sich von einem Teil ihres Körpers trennen.
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Dieser Teil wird auch als Fuß bezeichnet, weshalb etwa „404 Media“ scherzhaft schreibt, dass es sich bei dem außergewöhnlichen Fund im übertragenen Sinne um die vergoldeten Zehennägel der Anemone handelt. Noch handelt es sich bei der Veröffentlichung um einen Preprint, der entsprechend überprüft werden muss.

