Nutzernamen machen Telefonnummern überflüssig: WhatsApp rollt wichtige Funktion aus

Was lange angekündigt war, wird nun endlich umgesetzt: WhatsApp führt Benutzernamen ein. Damit ändert sich eine grundlegende Funktionsweise des Messengers. Was müssen Nutzer beachten?
Nutzernamen machen Telefonnummern überflüssig: WhatsApp rollt wichtige Funktion aus
Shutterstock / Yalcin Sonat

Der vielgenutzte Messenger WhatsApp rollt schrittweise ein neues Feature für Nutzerinnen und Nutzer aus: Benutzernamen. Was trivial klingt, ändert tatsächlich eine grundlegende Funktionsweise. Denn bisher brauchte man die genaue Telefonnummer einer Person, um mit ihr über den Messenger zu kommunizieren. Das entfällt mit der Einführung von Benutzernamen.

Zwar kann man immer noch über die primäre Verwendung der Nummern mit einer Person in Kontakt treten und man braucht auch grundsätzlich eine Nummer, um überhaupt ein Konto bei dem Messenger einzurichten. Wer bei WhatsApp einen Benutzernamen festlegt, kann aber künftig auch darüber gefunden werden. Das hat den Vorteil, dass man für eine Kommunikation seine Telefonnummer nicht preisgeben muss. Man kann allerdings auch eher von Fremden kontaktiert werden, wenn man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft.

Ab wann stehen Benutzernamen bei WhatsApp allen zur Verfügung?

Zunächst wird die Funktion „WABetaInfo“ zufolge nur einer kleinen Gruppe zugänglich gemacht, bevor sie schrittweise an alle Nutzerinnen und Nutzer ausgespielt wird. Das ist das übliche Vorgehen, um eventuelle Probleme schnell erkennen zu können. Die gute Nachricht: Sowohl Android- als auch iOS-Geräte erhalten die neue Funktion zeitgleich. Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer sollte das Feature also innerhalb der kommenden Wochen und Monate zur Verfügung stehen.

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So richtet man seinen WhatsApp-Benutzernamen ein

Wer prüfen möchte, ob der eigene Account bereits Zugriff hat, kann das über die WhatsApp-Einstellungen tun. Dort soll dann ein dedizierter Reiter mit dem Titel „Username“ beziehungsweise „Benutzername“ auftauchen.

Nutzernamen bei WhatsApp Screenshot
WABetaInfo

Wer den Reiter auswählt, hat die Möglichkeit, einen komplett neuen Namen zu generieren oder sein WhatsApp-Konto über einen Namen zu nutzen, den man bereits bei einer der anderen Meta-Apps, Instagram und Facebook, verwendet. Letzteres kann die Kommunikation vereinfachen. Allerdings öffnet das Dritten auch einen – möglicherweise unerwünschten – weiteren Kontaktweg. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme kann man deshalb einen WhatsApp Key festlegen, der dann zusätzlich bei der erstmaligen Kontaktaufnahme angegeben werden muss.

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Zudem gibt es einige Einschränkungen bei der Wahl des Nutzernamens. So darf dieser beispielsweise nicht mit „www“ anfangen oder mit „com“ aufhören, da sonst vorgegaukelt werden könnte, dass man mit einer offiziellen Website kommuniziert. Zudem muss der Name einmalig und entsprechend noch nicht vergeben sein.