Riesige Neuerung bei WhatsApp: Was bringen Benutzernamen statt Telefonnummern?

Was lange angekündigt war, wird nun endlich umgesetzt: WhatsApp führt Benutzernamen ein. Damit ändert sich eine grundlegende Funktionsweise des Messengers. Was müssen Nutzer beachten?
Riesige Neuerung bei WhatsApp: Was bringen Benutzernamen statt Telefonnummern?
Shutterstock / Yalcin Sonat

Der vielgenutzte Messenger WhatsApp rollt schrittweise ein neues Feature für Nutzerinnen und Nutzer aus: Benutzernamen. Was trivial klingt, ändert tatsächlich eine grundlegende Funktionsweise. Denn bisher brauchte man die Telefonnummer einer Person, um mit ihr über den Messenger zu kommunizieren. Das entfällt mit der Einführung von Benutzernamen.

Zwar kann man immer noch über die primäre Verwendung der Nummern mit einer Person in Kontakt treten und man braucht auch grundsätzlich eine Nummer, um überhaupt ein Konto bei dem Messenger einzurichten. Wer bei WhatsApp einen Benutzernamen festlegt, kann aber künftig auch darüber gefunden werden.

Das hat den Vorteil, dass man für eine Kommunikation seine Telefonnummer nicht preisgeben muss, wenn man das nicht möchte. Man kann allerdings auch eher von Fremden kontaktiert werden, wenn man nicht entsprechende Vorkehrungen trifft.

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Ab wann stehen Benutzernamen bei WhatsApp allen zur Verfügung?

Zunächst war die Funktion wochenlang testweise nur einer kleinen Gruppe zugänglich, nun wird sie schrittweise an alle Nutzerinnen und Nutzer ausgespielt. Das ist das übliche Vorgehen, um eventuelle Probleme schnell erkennen zu können. Die gute Nachricht: Sowohl Android- als auch iOS-Geräte erhalten die neue Funktion zeitgleich.

Für die meisten Nutzerinnen und Nutzer sollte das Feature also innerhalb der kommenden Wochen und Monate zur Verfügung stehen. Ab sofort kann man zudem einen Benutzernamen für sich reservieren. Da der Messenger inzwischen von mehr als drei Milliarden Menschen genutzt wird, ist eine Reservierung vor dem eigentlichen Rollout empfehlenswert.

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So richtet man seinen WhatsApp-Benutzernamen ein

Aktuell taucht einmalig eine Benachrichtigung in der Chat-Übersicht des Messengers auf, die einem die Möglichkeit gibt, einen Benutzernamen festzulegen. Alternativ kann man diese Option aber auch über die Einstellungen ansteuern. Voraussetzung für beide Wege ist, dass die neueste Version der App installiert ist. Dann geht man wie folgt vor:

  • Einstellungen öffnen beziehungsweise auf das Profilbild klicken.
  • Anschließend den Reiter „Konto“ auswählen.
  • Dort den Bereich „Benutzername“ öffnen.

Anschließend öffnet sich ein neues Menü, das die Möglichkeit bietet, einen ganz neuen Benutzernamen für WhatsApp zu erstellen oder alternativ auf die Namen zurückzugreifen, die man bereits für Facebook oder Instagram nutzt.

WhatsApp Benutzernamen über Menü festlegen
Faktastisch

Zusätzlicher Schutz mit „Username Key“

In seiner Pressemitteilung dazu betont WhatsApp, dass die Option, einen bereits bestehenden Meta-Namen zu nutzen, vor allem für Creatorinnen und Creator sowie Kleinunternehmen und Organisationen eingeführt wurde, um eine einheitliche Online-Präsenz zu ermöglichen. Offenbar profitieren aber auch normale Nutzerinnen und Nutzer von der Möglichkeit.

Das kann die Kommunikation vereinfachen. Allerdings öffnet das Dritten auch einen – möglicherweise unerwünschten – weiteren Kontaktweg. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme kann man deshalb einen sogenannten „Username Key“ festlegen, der dann zusätzlich bei der erstmaligen Kontaktaufnahme angegeben werden muss.

Zudem gibt es einige Einschränkungen bei der Wahl des Nutzernamens. So darf dieser beispielsweise nicht mit „www“ anfangen oder mit „com“ aufhören, da sonst vorgegaukelt werden könnte, dass man mit einer offiziellen Website kommuniziert. Zudem muss der Name einmalig und entsprechend noch nicht vergeben sein.