Eine Zeit lang waren sie das große neue Ding und auf vielen Messenger-Plattformen omnipräsent: Avatare. 2022 wurden die kleinen animierten Bilder, die die Nutzerinnen und Nutzer digital abbilden sollen, bei WhatsApp eingeführt. Jetzt verschwinden sie schrittweise wieder – und das, obwohl es sich um eines der bekanntesten Features des Messengers handelt.
Messenger entfernt wichtige Avatar-Funktionen
Auf Basis eines Fotos können WhatsApp-Nutzerinnen und -Nutzer Avatare erstellen, die dann in verschiedenen Posen als Sticker- und Emoji-Ersatz verwendet werden können. Zudem kann man den digitalen Abbildern (meistens seiner selbst) verschiedene Frisuren und Outfits verpassen und die 3D-Figuren auch als Profilbild bei dem Messenger benutzen. Damit soll allerdings künftig Schluss sein.
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Darüber berichtete das stets gut informierte Portal „WABetaInfo“, das sich die Informationen im Code des Messengers immer detailliert beleuchtet. Den vorliegenden Informationen zufolge entfernt WhatsApp mit Blick auf die Avatare gleich mehrere wichtige Funktionen. So können Nutzerinnen und Nutzer künftig weder neue Avatare erstellen noch die bestehenden bearbeiten oder als Profilbild nutzen.
Wer bereits einen Avatar als Profilbild verwendet, muss sich eine Alternative suchen, denn offenbar entfernt der Messenger diese schrittweise. „Durch dieses Update wird der Zugriff auf Avatare eingeschränkt, da die entsprechenden Tools aus den Einstellungen, den Chat-Bildschirmen und der Tastatureingabe entfernt werden“, heißt es dazu bei „WABetaInfo“. Es gibt aber auch eine gute Nachricht für Fans der animierten 3D-Figuren.

Avatare werden bei WhatsApp nicht komplett abgeschafft
Denn zumindest die bereits bestehenden Avatare sollen nicht einfach gelöscht, sondern erhalten werden, wenn sie über einen Chat verschickt und gespeichert wurden. Nutzerinnen und Nutzer können also auch jetzt noch zeitnah neue Varianten erstellen, bevor dieses Feature entfernt wird, und diese dann behalten.
Ein offizieller Grund für die Einstellung wurde nicht kommuniziert, allerdings wird vermutet, dass mangelndes Interesse dahinterstecken könnte. Das überrascht insofern, als die Funktion recht bekannt ist und auch bei diversen anderen Anbietern zur Verfügung steht. Auch der genau wie WhatsApp ebenfalls zu Meta gehörende Facebook Messenger bietet sie an. Ob sich das künftig ändert, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt.
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Aber auch die anderen großen Namen der Branche wie Apple oder Samsung bieten ihre eigenen Varianten, auch wenn sie dort mitunter anders heißen. Apple nennt die animierten Bilder beispielsweise Memojis, bei Samsung ist wiederum von AR-Emojis die Rede. Das Konzept bleibt allerdings dasselbe.

