Studie zeigt: Dieser Bereich kostet Privathaushalte am meisten Strom

Wer früher Strom sparen wollte, schaute meist auf den Kühlschrank oder den Herd. Die Datenlage ist heute jedoch völlig anders – und ein neuer Bereich thront unangefochten an der Spitze der heimischen Stromfresser. Wer ihn kennt, kann seinen Geldbeutel deutlich entlasten.
Studie zeigt: Dieser Bereich kostet Privathaushalte am meisten Strom
iStock / Evgen_Prozhyrko

In immer mehr Haushalten wird darauf geachtet, aktiv Strom zu sparen oder auf stromsparende Geräte zu setzen. Gerade im Bereich der Haushaltsgeräte hat sich diesbezüglich auch aufseiten der Hersteller in den vergangenen Jahren vieles getan. Allerdings trifft das nicht auf alle elektronischen Geräte zu.

Deshalb gibt es in den allermeisten Haushalten immer noch Stromfresser, die deutlich mehr verbrauchen als die anderen Geräte. Das liegt auch daran, dass sich das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher geändert hat. Das geht deutlich aus Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor.

Einpersonenhaushalte sparen inzwischen am meisten Energie

Zwar ist mit Blick auf 2025 insgesamt ein Rückgang des Stromverbrauchs zu beobachten, der vor allem in Einpersonenhaushalten im Vergleich zu 2019/2020 mit 18 Prozent deutlich ausfällt. Allerdings wird die Ersparnis kleiner, je größer der Haushalt ist. Vor allem eine bestimmte Gerätegruppe macht dabei einen wesentlichen Teil des Energieverbrauchs aus: Informations- und Kommunikationstechnik.

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Gemeint sind Computer, WLAN, Smartphones, Spielekonsolen und Fernseher. Diese Gruppe macht insgesamt 29 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs in Privathaushalten aus und das bei 14 gelisteten Gerätegruppen.

Nahaufnahme von zwei Fernbedienungen, im Hintergrund ein eingeschalteter Fernseher, der Strom verbraucht
iStock / RapidEye

TV und PC schlagen die traditionelle „Weiße Ware“

Während früher vor allem die großen Haushaltshelfer wie Kühlschrank oder Herd dominiert haben, ist jetzt also Unterhaltungselektronik an der Spitze. Im Jahr 2025 waren das im Schnitt 712 kWh. Beim aktuellen Durchschnittspreis pro Kilowattstunde von 37 Cent macht das etwa 263 Euro. Auf Platz 2 liegt mit 306 kWh, also mit weitem Abstand, der Bereich Waschen und Trocknen.

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Es folgen Beleuchtung (298 kWh), Kühlen (247 kWh), Kochen (210 kWh), Spülen (188 kWh) und Zusatzverbrauch durch Wärmepumpen, Heizungssteuerung und Ähnliches, die speziell in Einfamilienhäusern anfallen.

Im Unterhaltungsbereich kann man gut gezielt Strom sparen

Die Auswertung zeigt entsprechend auch auf, wo eventuelle Sparpotenziale liegen. Beim Wäschetrocknen können Haushalte mit Trockner beispielsweise öfter auf natürliche Trocknung in der Sonne setzen, besonders jetzt im Sommer. Auch bei der Beleuchtung gibt es vermutlich für die meisten Haushalte noch Möglichkeiten, Strom zu sparen, indem konsequent auf energiesparende Lösungen gesetzt wird, die dann auch nur zum Einsatz kommen, wenn sie wirklich benötigt werden.

Am meisten lässt sich jedoch im Sektor der Unterhaltungselektronik einsparen. Der Verbrauch entsteht zum einen durch hohen Konsum an sich. Zum anderen nutzen immer noch viele den Stand-by-Modus beim Fernseher oder anderen Geräten. Dabei wird der Stromverbrauch zwar heruntergefahren, geht allerdings nicht auf null.