Nicht nur an der Zapfsäule, sondern auch beim Strom sind die Preise aktuell hoch. Wer deshalb noch nach persönlichem Potenzial zum Einsparen sucht, wird oft im eigenen Haushalt fündig. Dort versteckt sich nämlich, trotz steigender Effizienzanforderungen, der eine oder andere Stromfresser. Dazu gehört fraglos auch der Kühlschrank. In einem durchschnittlichen Dreipersonenhaushalt macht das Gerät bis zu 20 Prozent des Gesamtverbrauchs aus, unter anderem deshalb, weil es dauerhaft läuft, um Lebensmittel und Getränke kühl zu halten.
Je nach Energieeffizienzklasse, Größe und Befüllung des Geräts verbraucht ein Kühlschrank zwischen 60 und 400 kWh pro Jahr. Bei dem aktuellen Strompreis von rund 28 Cent im Mittel (für Neukundinnen und -kunden) ergibt sich daraus eine Preisspanne von 16,80 Euro bis 112 Euro pro Jahr. Wer seinen Kühlschrank effizient nutzt, kann also durchaus etwas sparen. Dabei treiben viele ihren Verbrauch unbewusst in die Höhe, weil sie einen einfachen Grundsatz nicht beachten.
Je geringer die Temperatur, desto höher der Energieverbrauch
Die vornehmliche Aufgabe eines Kühlschranks ist es, Lebensmittel herunterzukühlen und kühl zu halten. Dabei beträgt die ideale Temperatur für die allermeisten Lebensmittel etwa sieben Grad Celsius. Deshalb wird empfohlen, dass im mittleren Fach Temperaturen zwischen fünf und sieben Grad herrschen sollten. Viele stellen ihren Kühlschrank allerdings deutlich kühler ein, sodass dieser am Ende bei null bis drei Grad landet.
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Das ist nicht nur unvorteilhaft für einige Lebensmittel. Es frisst auch unnötig Energie. Dabei können bereits zwei Grad mehr oder weniger einen spürbaren Unterschied beim Stromverbrauch machen. Deshalb sollte die erste Anlaufstelle immer sein, die Temperatur seines Geräts zu überprüfen und gegebenenfalls zu erhöhen. Im Gefrierfach wird eine Temperatur von -18 Grad empfohlen.

Weitere Tipps zum Stromsparen mit dem Kühlschrank
Darüber hinaus wird noch eine Reihe weiterer Maßnahmen empfohlen, um den Kühlschrank möglichst effizient zu nutzen. Besonders naheliegend ist dabei der Tipp, dass man das Gerät immer nur möglichst kurz offen stehen lassen sollte, damit möglichst wenig wärmere Luft eindringen kann. Das kann vor allem beim Einräumen der Einkäufe relevant werden. Zudem sollte man etwa gekochte Mahlzeiten nicht direkt kalt stellen, sondern vorher auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, um wertvolle Energie zu sparen.
Darüber hinaus lohnen sich sowohl regelmäßiges Abtauen als auch das Reinigen der Lüftungsgitter. Das Eis beeinträchtigt die Leistung, was wiederum den Energieverbrauch ankurbelt. Am besten taut man seinen Kühlschrank deshalb mindestens einmal im Jahr ab, wobei sich der Winter besonders gut eignet.
Freie Lüftungsgitter sorgen hingegen dafür, dass die Abwärme optimal entweichen kann. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Kühlschrank zudem an einen möglichst kühlen und schattigen Platz stellen. So unterstützt man die Kühlfunktion und verhindert unnötige Energieverschwendung.

