Touristen müssen vorsichtig sein: Behörden warnen vor QR-Code-Betrug im Urlaub

Schnell den Parkschein per App zahlen oder die Speisekarte scannen? Wer im Urlaub aus Gewohnheit QR-Codes nutzt, kann schnell in eine Falle tappen. Touristen sind derzeit besonders gefährdet, wobei die Masche unter anderem auf Mallorca gemeldet wurde.
Touristen müssen vorsichtig sein: Behörden warnen vor QR-Code-Betrug im Urlaub
iStock / grinvalds

Im digitalen Zeitalter gibt es zahlreiche nützliche Möglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher – aber auch das Betrugspotenzial ist hoch. Denn mit jeder neuen technologischen Errungenschaft kommen weitere Betrugsmaschen hinzu. So wird aktuell vor einem Betrug mit QR-Codes gewarnt; das gilt unter anderem für die beliebte Urlaubsinsel Mallorca. Im schlimmsten Fall drohen dabei realer Geldverlust und sogar Identitätsdiebstahl.

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„Quishing“: Wie funktioniert der QR-Code-Betrug auf Mallorca?

Zwar wird vielen immer bewusster, dass sie sich vor sogenanntem „Quishing“ in Acht nehmen müssen. Allerdings kann man zunehmend Automatismen beobachten, bei denen Menschen einfach aus wachsender Gewohnheit einen QR-Code scannen, der ihnen wichtige Informationen oder einen Vorteil verspricht.

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Davor warnen gerade die spanischen Behörden, da Urlauberinnen und Urlauber – mit Blick auf die anstehende Hochreisesaison – besonders gefährdet sind. Kriminelle werden dabei zunehmend kreativ und kleben gefälschte QR-Codes beispielsweise auf Speisekarten oder an Parkautomatenein Vorgehen, vor dem das LKA auch in Deutschland bereits gewarnt hat.

Qr-Code mit Warnzeichen vor düsterer Gestalt mit Smartphone im Hintergrund
iStock / ismagilov

Täuschend echte Websites sorgen für unauffälligen Betrug

Wer den Code scannt, landet in der Regel auf einer täuschend echten Website, die dann tatsächlich die gewünschte Speisekarte oder die Website des Parkanbieters zeigt. Dort geben viele ihre persönlichen Daten an, um einen vermeintlichen Service zu bezahlen.

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Da die Seiten oft detailgetreue Kopien der Originale darstellen, bemerken viele Opfer den Betrug, den die Behörden auch „QRishing“ nennen, erst viel zu spät. Nämlich dann, wenn plötzlich Geld auf dem Konto fehlt oder ihre Daten an anderer Stelle zweckentfremdet wurden. Eine Beamtin der spanischen Polizei erklärt dazu, dass der QR-Code-Betrug auch deshalb so perfide sei, weil er an Stellen ansetze, an denen sich die Opfer sicher fühlen. Denn oft geht es um touristische, gut besuchte Orte.

So kann man sich vor der Betrugsmasche schützen

Der beste Schutz vor dem QR-Code-Betrug ist immer noch persönliche Wachsamkeit. Bevor man einen Code scannt, sollte man unbedingt auf einige Details achten:

  • Sieht der Code seriös aus?
  • Ist der Code ungewöhnlich angebracht?
  • Überdeckt der Code offensichtlich etwas?

Das können alles Hinweise auf einen Betrugsversuch sein. Zudem gilt besondere Vorsicht, wenn auf der Website hinter einem solchen QR-Code persönliche Daten abgefragt werden. Bevor man diese preisgibt, sollte man unbedingt den Link prüfen, der auf dem Smartphone oft durch einfaches Tippen auf die Seitenleiste herauszufinden ist, aber eben tückischerweise nicht direkt angezeigt wird.

Wenn eine Quelle nicht absolut vertrauenswürdig scheint, sollte man auf die Eingabe sensibler Daten wie Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und vor allem Kontonummer verzichten. Ist man dennoch auf einen solchen Betrug hereingefallen, ist es auch im Urlaub wichtig, möglichst schnell zu reagieren, indem man sich an die Behörden wendet und seine Bank kontaktiert. Zudem sollte man schnellstmöglich seine Passwörter ändern.