MMS steht für Multimedia Messaging Service, eine Weiterentwicklung der früher omnipräsenten SMS. Allerdings konnte man mit dieser damals nur Textnachrichten verschicken; deshalb wurde im April 2002 die MMS eingeführt. Die Technologie ermöglichte das Versenden von Bildern, Videos, Emojis und Sprachnachrichten.
Damit gilt sie als wichtiger Meilenstein und Vorläufer heutiger Messaging-Systeme, war aber unterm Strich zu teuer, um zum Massenphänomen zu werden. Einige werden sich erinnern: Das Versenden einer MMS kostete teilweise bis zu 80 Cent.
Inzwischen wurde sie längst von diversen Internetdiensten abgelöst und damit obsolet. Nachdem Vodafone deshalb bereits 2023 die Funktion in seinem Netz abgeschaltet hatte, ist es nun auch bei den anderen Anbietern so weit.

RCS-Nachrichten ersetzen MMS endgültig
Wie die Telekom, Telefónica (o2) und auch 1&1 bekannt gegeben haben, werden sie den Versand von MMS zum 30. Juni beziehungsweise zum 1. Juli 2026 einstellen. Nutzerinnen und Nutzer, die tatsächlich noch auf die Technologie zurückgreifen, müssen künftig auf Alternativen wie RCS-Chats ausweichen , was für Rich Communication Services steht.
Damit kann man weiterhin die normalen Nachrichten-Apps nutzen. Zudem hat die Technologie den Vorteil, dass genau wie bei der SMS keine Zusatzkosten anfallen. Die allermeisten Kundinnen und Kunden dürften von der Umstellung also nicht einmal etwas mitbekommen.
Viele blicken aktuell dennoch nostalgisch auf die 24-jährige Geschichte des Dienstes und ihre Bedeutung für die gesamte Branche. Wie etwa die Telefónica dazu schreibt: „Ein Pionier der mobilen Bildkommunikation geht in den Ruhestand.“

