iOS 26.5 ist da und wird aktuell von Apple ausgerollt. Das sogenannte Punkt-Update bringt einen Strauß an neuen Funktionen für Nutzerinnen und Nutzer, wobei die meisten eher kleinerer Natur sind. Dazu gehören eine erst einmal den USA und Kanada vorbehaltene Anpassung in Apple Karten sowie neue, dynamische Hintergründe. Die wichtigste Neuerung betrifft allerdings die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Chats.
Neuerungen in iOS 26.5 in der Übersicht
Zusammen mit iOS 26.5 sind auch entsprechende Updates für die Apple Watch und auch für iPads erschienen, die die Funktionsweisen auf die jeweiligen Geräte übertragen. Hier sind die neuen Funktionen im Apple-Update:
- Pride-Luminance-Hintergrundbild, das dynamisch Farben reflektiert (kann auch individuell angepasst werden)
- Mitteilungen von Drittanbieter-Geräten können in den Einstellungen besser verwaltet werden
- verbesserte Kopplung mit Kopfhörern von Drittanbietern
- detaillierte Uhrzeit bei Erinnerungseinstellungen
- „Suggested Places“ und Werbung in Apple Karten, die Empfehlungen und aktuelle Trends vorschlagen (nicht in Deutschland)
Dazu kommen einige kleinere Fehlerbehebungen. Die mit Abstand wichtigste Änderung ist allerdings die Unterstützung für Ende-zu-Ende-verschlüsselte RCS-Nachrichten in der Messages-App von Apple. Das ermöglicht nämlich endlich die sichere Kommunikation mit Android-Geräten.

Verschlüsselte RCS-Nachrichten zu Android-Geräten
RCS steht für Rich Communication Services und wird teilweise auch als moderner Nachfolger der SMS und MMS bezeichnet. Es ermöglicht den Austausch von Nachrichten über das Internet, ohne dass dafür eine dedizierte Anwendung wie etwa WhatsApp nötig ist. Bisher gab es eine entsprechende Verschlüsselung nur innerhalb des jeweiligen System-Kosmos. Jetzt soll das auch übergreifend zwischen Android und iOS möglich sein.
Zwar gibt es auch jetzt mit der Änderung unter iOS 26.5 noch Einschränkungen; vor allem funktioniert das Feature nur mit Mobilfunkanbietern, die das auch unterstützen. Es dürfte allerdings nur eine Frage der Zeit sein, bis die Unterstützung flächendeckend eingeführt ist.
Noch ist die neue Funktion als Beta-Feature markiert. Das bedeutet, dass vorläufige Einschränkungen und Fehler in der Funktionsweise vorkommen können. Allerdings dürfte Apple diese Fehler in den kommenden Wochen systematisch eliminieren. Grundsätzlich schließt die RCS-Verschlüsselung damit eine Lücke zu den etablierten Messenger-Apps, ersetzt diese aber nicht automatisch.
So richtet man die Android-Chats unter iOS 26.5 richtig ein
Um die neue Funktion zu nutzen, muss iOS 26.5 auf dem iPhone installiert sein und auch das an der Konversation beteiligte Android-Smartphone braucht die aktuelle Version von Google Messages, bei der RCS bereits aktiviert ist. Apple-Nutzerinnen und Nutzer müssen RCS nicht separat für jeden Chat einschalten. Die Umstellung von SMS auf RCS erfolgt im Hintergrund automatisch, wenn der Android-Gegenpart vorhanden ist.
Man sollte die Funktion aber grundsätzlich aktiviert haben. Man findet sie in den iOS-Einstellungen unter „Apps“, „Nachrichten“ und dann „Textnachrichten“ – zumindest, wenn der eigene Mobilfunkanbieter die Funktion unterstützt. Nutzerinnen und Nutzer erkennen dann anschließend im Chat-Verlauf an einem neuen Schloss-Symbol, dass der Chat Ende-zu-Ende-verschlüsselt und somit sicher ist. Fehlt dieses Symbol, ist das ein Hinweis auf eine nur teilweise geschützte oder gänzlich unverschlüsselte Verbindung.
Ein wichtiger Hinweis: Nicht alle Daten werden durch die Verschlüsselung geschützt. Die Metadaten sind davon ausgenommen. Dazu gehören etwa beteiligte Telefonnummern oder der Zeitpunkt, zu dem eine Nachricht versendet wurde.

