Einige Küchengeräte können zum echten Sicherheitsrisiko werden

Die Digitalisierung ist längst auch in der Küche angekommen; immer mehr Menschen setzen auf smarte und vernetzte Geräte. Allerdings eröffnet das auch völlig neue Sicherheitsrisiken, deren sich viele nicht bewusst sind. Dabei sind nicht die Geräte selbst das Problem.
Einige Küchengeräte können zum echten Sicherheitsrisiko werden
iStock / Milan_Jovic

Mit einem Klick den Geschirrspüler programmieren, den Inhalt des Kühlschranks aus der Ferne kontrollieren oder Rezepte direkt auf dem Küchengerät abfragen – das alles geht mit smarten Küchengeräten. Inzwischen gibt es nahezu jedes Produkt für die Küche auch digital und vernetzt, damit man es per App steuern kann. Manche Funktionen stehen auch nur dann zur Verfügung.

Viele unterschätzen allerdings das Sicherheitsrisiko, das damit einhergeht. Zum einen können Hackerinnen und Hacker darauf zugreifen. Zum anderen sind die smarten Küchengeräte teilweise richtige Datenkraken. Teilweise ist sogar von gezielter Spionage die Rede.

Smarte Air Fryer wurden nach Test von Verbraucherschutz kritisiert

Die britische Verbraucherschutzorganisation „Which?“ hat im November 2024 eine große und vielbeachtete Untersuchung zu Smart-Home-Geräten veröffentlicht. Darin wurden smarte Heißluftfritteusen, sogenannte Air Fryer, getestet, die von den chinesischen Herstellern Xiaomi, Cosori und Aigostar kamen. Dabei kam heraus, dass die Küchengeräte stets den Standort ihrer Nutzerinnen und Nutzer kannten.

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Einige der mit den Geräten verknüpften Apps forderten außerdem Berechtigungen zur Audioaufzeichnung, ohne dass dafür funktionsseitig ein plausibler Grund bestand. Vor allem Xiaomi und Aigostar wurden dabei vom Verbraucherschutz negativ hervorgehoben. Die über die Küchengeräte erhobenen Daten wurden an Server in China gesendet.

Zudem wurden Tracker von Drittanbietern wie TikTok, Tencent und Meta gefunden. Es ging also offenbar auch darum, Daten für gezieltes Werbetargeting zu sammeln. Anschließend schritt unter anderem die britische Datenschutzbehörde ICO ein und rügte die entsprechenden Hersteller offiziell.

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Hochwertige moderne Küche voller smarter Küchengeräte
Shutterstock / Daniel Beckemeier

Keine konkreten Spionage-Hinweise in Verbindung mit smarten Küchengeräten

Das „Problem“ besteht in der Verbindung mit dem Internet. Denn sobald ein smartes Küchengerät entsprechend vernetzt ist, besteht ein gewisses Missbrauchsszenario. Belegt ist in diesem Zusammenhang tatsächlich, dass viele Geräte mehr Daten erheben, als theoretisch nötig wäre. Bei einigen Produkten wird das von Expertinnen und Experten auch als problematisch eingestuft.

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Viele Nutzerinnen und Nutzer haben zudem zwar auf dem Schirm, ihre Smartphones und Computer regelmäßig auf den neuesten Software-Stand zu bringen. Allerdings muss das für den besten Schutz auch mit smarten Küchengeräten passieren. Zudem sollte man auch bei diesen voreingestellte Passwörter ändern.

Seriöse Fact-Checking-Organisationen wie Snopes stufen darüber hinaus Behauptungen, dass solche Küchengeräte aktiv „spionieren“ würden, als irreführend ein. Für gezielte Spionage oder das bewusste Abhören privater Gespräche gibt es keinerlei Beweise. Allerdings hält auch die Organisation das mitunter exzessive Sammeln von Daten durch solche Geräte für bedenklich.