Künstliche Intelligenz (KI) war eines der bestimmenden Themen, nicht nur im zurückliegenden Jahr 2025, sondern vor allem seit dem Release von ChatGPT Ende 2022. Für viele ist die Technologie dabei nur Mittel zum Zweck, für andere ist sie aber auch viel mehr als nur ein Werkzeug, um Prozesse zu verbessern. So nutzen inzwischen viele den Chatbot für alltägliche Kleinigkeiten, als Google-Ersatz, Live-Coach oder auch einfach als Gesprächspartner. Davon profitiert aber auch die KI, die permanent mit Daten gefüttert wird. Doch wie sehen die Vorhersagen von ChatGPT basierend auf diesen ganzen Daten für das Jahr 2026 aus?
Fragt man den Chatbot nach seinen persönlichen Prognosen, liefert er eine detaillierte Aufschlüsselung nach verschiedenen Themengebieten. So spielen etwa Technologie, Arbeit und Bildung, Politik, Klima, aber auch die allgemeine Stimmung eine Rolle. Dabei wird im Chat betont, dass es sich um eine persönliche und plausible Einschätzung handeln würde – „Natürlich ohne Anspruch auf Wahrheit.“

ChatGPT glaubt, dass sich Menschen 2026 häufiger überfordert fühlen und die Polarisierung weiter voranschreitet
„2026 wird kein Jahr der großen Explosionen – sondern eines der stillen Verschiebungen“, fasst ChatGPT selbst seine Vorhersagen zusammen. Dem Chatbot zufolge wird es viele kleine und dafür gleichzeitige Probleme auf der Weltbühne geben. Ein Zustand der „Dauer-Unsicherheit“ werde dabei normal. Menschen würden sich dadurch häufiger überfordert und auch austauschbar fühlen. Das könne vor allem mit Blick auf den Arbeitsmarkt relevant werden, schreibt ChatGPT.
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Dadurch wachse der Wunsch nach Sicherheit und Stabilität. Gerade mit Blick auf jüngere Generationen nimmt der Chatbot zudem eine gewisse Unzufriedenheit an. In der Politik hingegen könnten sich die Fronten der KI zufolge dadurch weiter verhärten. Es bestehe ein wachsender Wunsch nach einfachen Antworten, entsprechende Stimmen könnten noch lauter werden. Das müsse nicht unbedingt Chaos bedeuten, so ChatGPT, „aber mehr Polarisierung“.

Davor warnt die KI in ihren Prognosen für 2026 am eindringlichsten
Mit Blick auf Klima und Umwelt glaubt die KI, dass der Wendepunkt 2026 ausbleiben wird. Bei gleichzeitiger Normalisierung von Extremwetterlagen könne aber das Gefühl persönlicher Betroffenheit wachsen, was das Thema für viele greifbarer und weniger abstrakt machen könne. Für die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz hat ChatGPT ebenfalls eine Prognose. Nach den aufsehenerregenden vergangenen Jahren würde die Integration nun ebenfalls eher im Stillen erfolgen. Oft würden Arbeitsweisen dadurch in Details verändert, von denen man nur wenig merken würde. Das Fazit: „KI wird 2026 weniger gehypt, aber viel mächtiger sein.“
Insgesamt spricht ChatGPT in seiner Vorhersage von einer „stillen Krise“. 2026 soll sich für die meisten weniger „akut krisenhaft“ anfühlen. Dafür warnt der Chatbot davor, die mentale Erschöpfung vieler Bevölkerungsgruppen zu unterschätzen. Zudem weist der KI-Bot darauf hin, dass die Abhängigkeit von Systemen, die viele nicht verstehen und zu denen die Technologie sich offenbar auch selbst zählt, ein Frustrations- und Gefahrenpotenzial bergen würde.
Auf die Frage, was er mit Blick auf 2026 für besonders kritisch halte, antwortet ChatGPT: „Verlust von Zukunftsvorstellungen.“ Das könne zur Folge haben, dass Menschen wichtige Entscheidungen aufschieben würden und sich ein Gefühl der Machtlosigkeit ausbreiten könnte.
