Wegen erheblicher Mängel: Mehr als 7 Millionen Geräte werden aus dem Verkehr gezogen

Geräte, die auf den deutschen Markt kommen, werden von der Bundesnetzagentur überprüft. Dabei wurden offenbar allein im vergangenen Jahr Millionen Produkte wegen teils erheblicher Mängel nicht zugelassen.
Wegen erheblicher Mängel: Mehr als 7 Millionen Geräte werden aus dem Verkehr gezogen
iStock / Filipovic018

In Deutschland und der EU gelten im internationalen Vergleich strenge Sicherheitsregeln, vor allem auch im Hinblick auf elektronische Geräte. Die Einhaltung dieser Regeln prüft unter anderem die Bundesnetzagentur in Form von Stichproben. Dabei wird etwa auf die CE-Kennzeichen, die Hersteller- und Identifikationsangaben sowie die Konformitätserklärung geachtet. Bei Überprüfungen im vergangenen Jahr wurden dabei ca. 9800 Produkte entdeckt, die nicht den Regularien entsprrochen haben. Damit wurden insgesamt 7,7 Millionen Geräte aus dem Verkehr gezogen.

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Die meisten gemeldeten Fälle betreffen dabei den Zoll-Bereich; es handelt sich also um Waren aus dem Ausland. Danach folgt der Online- und anschließend der Einzelhandel. Bei Letzterem kam es zu 707 Fällen, beim Onlinehandel zu gut 1200, während bein Zoll gut 8200 Sendungen gemeldet wurden. Doch um was für Geräte handelt es sich und welche Gefahren können sie verursachen?

Viele noch verpackte elektronische Geräte
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Geräte, die die Vorgaben nicht erfüllen, sind schlimmstenfalls gefährlich

Gerade im Zollbereich handelt es sich offenbar in fast 90 Prozent der Fälle um Geräte, die keine Freigabe für den europäischen Markt haben. Genannt wird dabei unter anderem das Beispiel einer Handheld-Konsole, die neben der fehlenden deutschen Bedienungsanleitung noch zahlreiche andere Mängel aufwies. So fehlten unter anderem das CE-Zeichen, die Herstelleradresse und weitere Identifikationsmerkmale.

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Im Onlinehandel wurden dagegen vor allem Smartwatches aus dem Verkehr gezogen. Der Grund: Ungenaue Messwerte, die vor allem im medizinischen Bereich Probleme verursachen können. So werben mehrere Hersteller im Ausland mit Blutzuckermessungen, die jedoch technisch gar nicht genau möglich sind. Im Bereich Einzelhandel wurden insgesamt 25 Hersteller ganz gesperrt, weil sie der Aufforderung zur Beseitigung von Mängeln an ihren Geräten nicht nachkamen. Als Beispiel gilt ein Wechselrichter für Photovoltaikanlagen, der potenziell auch TV- und Radiosignale stören kann.