Neue iPhone-Strategie: Bringt Apple abgesetztes Modell zurück?

Apple plant offenbar den größten Umbau seiner iPhone-Release-Termine seit Jahren. Und auch ein eigentlich totgeglaubtes Modell könnte noch ein Comeback feiern.
Neue iPhone-Strategie: Bringt Apple abgesetztes Modell zurück?
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Beim Technik-Riesen Apple konzentriert sich vieles auf die große Keynote im September. Dort werden nämlich die neuen iPhones – in der Regel zusammen mit eventuellen neuen AirPods und Apple Watches – vorgestellt. Später im Jahr und dann noch einmal im Frühjahr drehen sich die Präsentationen hingegen um die anderen Hardware-Produkte des Herstellers, namentlich vor allem das MacBook und das iPad. Dieses Muster hat das Unternehmen in der jüngeren Vergangenheit ausschließlich für das iPhone SE aufgebrochen, das inzwischen von der e-Reihe ersetzt wurde – zuletzt wurde im März das iPhone 17e präsentiert.

Inzwischen mehren sich jedoch die Gerüchte, dass das Unternehmen diesbezüglich eine raumgreifende Änderung plant. Schlüsselelement soll dabei das kommende iPhone Fold sein, das erste Falt-Smartphone von Apple. Die Hinweise aus mehreren seriösen Quellen verdichten sich inzwischen dahingehend, dass das Gerät nicht mit den anderen iPhones im September vorgestellt werden, sondern einen ganz eigenen Präsentationstermin bekommen soll. Und es gibt eine weitere mögliche Überraschung: Apple könnte das iPhone Plus zurückbringen.

Apple-Logo an einer spiegelnden Glasfront, vor der Menschen laufen
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iPhone Fold mit eigenem Termin Ende 2026?

Die Gerüchte um das geplante iPhone Fold brodeln bereits seit Jahren, werden allerdings immer konkreter. Nachdem zunächst angenommen worden war, dass das Foldable im Herbst 2026 zusammen mit dem iPhone 18 vorgestellt werden soll, sieht das inzwischen anders aus. So veröffentlichte Apple-Analyst Tim Long mit Bezug auf Lieferketten-Informationen, dass stattdessen eine Auslieferung im Dezember 2026 geplant sein könnte. Das würde für eine Präsentation im November oder Anfang Dezember sprechen.

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Darüber hinaus ist im Gespräch, dass Apple den September-Termin generell für seine Premium-Modelle reserviert; 2026 sind das das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max. Das Basismodell könnte sich hingegen auf das Frühjahr 2027 verschieben, wo es dann zusammen mit dem iPhone 18e vorgestellt werden könnte. Für diesen Termin ist zudem eine Rückkehr des iPhone Plus im Gespräch.

iPhone 16 Plus mit entsprechendem Schriftzug auf dem Display
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Rückkehr des iPhone Plus bei Apple im Gespräch

Das Plus-Modell wurde eigentlich im vergangenen Jahr 2025 vom iPhone Air abgelöst, das eine abgespeckte und besonders dünne Variante seiner größeren Geschwister darstellt. Long bringt nun allerdings erstmals ins Gespräch, dass Apple künftig doch auch wieder Plus-Modelle auf den Markt bringen könnte. Diese zeichneten sich durch reduzierte Technik bei einem größeren Display und moderatem Preis aus. Ob diese dann allerdings das Air-Modell ersetzen oder das Portfolio erweitert wird, bleibt abzuwarten und bislang ist Long mit seiner Prognose zu einem neuen Plus-Modell noch der einzige prominente Analyst. Zusammengefasst könnte der Veröffentlichungskalender von Apple aber möglicherweise so aussehen:

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  • September 2026: iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max
  • Dezember 2026: iPhone Fold
  • März 2027: iPhone 18, iPhone 18e, iPhone 18 Plus oder iPhone Air 2/ iPhone 18 Air
iPhone-17-Modelle von hinten aufgereiht in Apple Store
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Apple könnte seine Veröffentlichungsstrategie grundlegend ändern

Anders sieht es bei der grundsätzlichen Veröffentlichungsstrategie aus: Dabei ist Long nämlich nicht der Einzige, der davon ausgeht, dass Apple den Launch der iPhone-18-Generation staffeln wird. Das hätte für das Unternehmen den Vorteil, dass man öffentlichkeitswirksam verschiedene Produkteinführungen inszenieren und den Geräten auf dem Markt mehr Raum geben würde.

Auf der anderen Seite würde es das bislang besonders prestigeträchtige Event im September abwerten, zumal die Geräte ohnehin nicht in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Die Pro-Modelle bedienen eher den Premium-Sektor, das Basismodell hingegen geht preislich und in der Ausstattung in eine ganz andere Richtung, genauso wie die e-Reihe.

Allerdings gehen auch namhafte Quellen wie „Bloomberg“ oder „The Information“ davon aus, dass sich Apples Strategie in eine entsprechende Richtung entwickeln und damit dem generellen Markttrend folgen wird. Das hätte auch den Vorteil, dass Apple besser auf Kritik der Nutzerschaft reagieren könnte, bevor es neue Modelle derselben Generation auf den Markt bringt.