Lange hatte Apple zur Zukunft eines Kult-Geräts geschwiegen. Jetzt gibt es allerdings Gewissheit über dessen Schicksal und es steht fest, was viele bereits vermutet hatten: Der Mac Pro wird eingestellt. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage des Branchenportals „9to5Mac“. Und auch Apple-Insider Mark Gurman hat den Schritt inzwischen verifiziert. Dabei ging es zum einen um das aktuelle Modell, das diese Zuschreibung allerdings kaum noch verdient, da es immer noch mit dem inzwischen veralteten M2-Ultra-Chip aus dem Jahr 2023 läuft.
Zum anderen drehte sich die Frage um ein Upgrade für den Mac Pro, das Apple klar verneinte. Es gäbe „keine Pläne“ für die Zukunft und eventuelle weitere Modelle. Die Frage des Portals folgte auf die Entdeckung, dass der Mac Pro bereits ohne Ankündigung von den Produktseiten des Herstellers verschwunden war. Die alte URL leitet auf die Mac-Übersichtsseite weiter. Was man mit entsprechender Google-Suche allerdings (Stand: 27. März) noch findet, ist das technische Produktblatt.

Apple beendet 20 Jahre alte Produktreihe
Bei dem Mac Pro handelt es sich um eine High-End-Computer-Serie des Herstellers. Das allererste Modell kam bereits 2006 auf den Markt und für insgesamt zwei Jahrzehnte hatte die Hardware, die immer wieder auf den neuesten Stand gebracht wurde, den Ruf, Apples leistungsstärkste Workstation zu sein, die sich vor allem an professionelle Anwenderinnen und Anwender richtet.
Das spiegelte sich allerdings immer auch im Preis wider. So hatte das Modell von 2023 eine UVP von mehr als 8000 Euro und schon damals wurde direkt nach Start diskutiert, ob es sich um Apples nächsten großen Flop handeln könnte. Danach warteten Fans vergeblich auf ein Upgrade. Dieses kam jedoch weder mit dem M3 Ultra noch mit dem M4 Max. Zwischenzeitlich war sogar ein noch nicht vorhandener M5 Ultra im Gespräch.
Dass all diese Spekulationen ins Leere laufen, steht jetzt allerdings fest und passt zu Überlegungen der Technik-Welt, was überhaupt Apples langfristige Pläne für seine Mac-Pro-Reihe sein sollen. Denn mit dem 2023 eingeführten Modell wechselte der Hersteller bei den Prozessoren von Intel zum hauseigenen Silicon. Das hatte zur Folge, dass ein entscheidender Vorteil wegfiel: der Einbau externer Grafikkarten. Als adäquater Ersatz gilt schon längst der Mac Studio, der zudem weitaus günstiger ist.

Mac Pro ruft bei vielen nostalgische Gefühle hervor
Mit dem Mac Pro geht ein Gerät, das von Nutzerinnen und Nutzern auch liebevoll „Käsereibe“ genannt wurde. Diesen Namen verdankt es seinem recht außergewöhnlichen Design, das sowohl am Front- als auch am Heckblech aufgrund seines Aluminium-Lochmusters tatsächlich an eine Käsereibe erinnert. Dazu kommen Tragegriffe an der Oberseite, die die Ähnlichkeit noch frappierender machen.
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In den sozialen Netzwerken trauern – auch aufgrund des ikonischen Designs – bereits einige um den Mac Pro. „Wie reiben wir denn jetzt Käse?“, fragt etwa ein Nutzer auf X scherzhaft. „RIP Mac Pro... du warst zu teuer für diese Welt“, schreibt ein anderer. Jemand ergänzt traurig: „Kein Ersatz. Keine Zukunftspläne. Einfach weg.“

