Dating-App für Highperformer: Für „Alea“ muss man sich mit Lebenslauf bewerben

Immer mehr Leute zeigen sich von Dating-Apps frustriert, weil die Auswahl zwar groß, aber selten ein passendes Match dabei ist. Eine junge Frau arbeitet an einer Lösung, die speziell auf „Highperformer“ zugeschnitten sein soll.
Dating-App für Highperformer: Für „Alea“ muss man sich mit Lebenslauf bewerben
iStock / Tonktiti

Endloses Swipen und mühselige Dates: Immer mehr Leute sind vom Online-Dating genervt. Deshalb ist bereits zu beobachten, dass es neben Massen-Apps wie Tinder auch immer mehr Anwendungen gibt, die eher eine Nische bedienen. So richtet sich beispielsweise die App Raya vor allem an Prominente und Kreative, Luxy zielt hingegen auf sehr wohlhabende Nutzerinnen und Nutzer.

Die Idee ist simpel: Ähnliche Hintergründe führen eher zu einem passenden Date. Dazu gibt es bereits zahlreiche Statistiken, die belegen, dass sich Gegensätze eben nicht anziehen. Stattdessen suchen sich Menschen in der Regel eine Partnerin oder einen Partner, der ihnen in bestimmten Punkten ähnlich ist. Und genau an diesem Punkt setzt die Dating-App Alea an.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Studien zeigen, dass beispielsweise ein ähnlicher Bildungsstand in hohem Maße dazu beiträgt, dass sich Menschen wohl miteinander fühlen. Auch eine ähnliche politische Überzeugung spielt eine wichtige Rolle, genauso wie grundsätzliche Einstellungen zu Kernthemen des Lebens wie etwa Treue und Familie. Alea richtet sich in diesem Rahmen gezielt an sogenannte „Highperformer“. Dafür gibt es aber noch einen weiteren Grund.

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Denn gerade diese Gruppe, zu der etwa Gründerinnen und Gründer, Ärztinnen und Ärzte oder Personen in anderen Berufen, die oft mit einem hohen Gehalt und einem noch höheren Arbeitspensum einhergehen, gehören, hat kaum Zeit für Dating. Deshalb arbeitet Theodora Both für ihr Gründerszene-Fellowship „Gründerszene sucht die Super-Gründer“, einem Programm von Axel Springer, an Alea.

Screenshot der Website zur geplanten Dating-App Alea
aleadate.com

Alea soll Dating möglichst effizient machen

Der Slogan der App lautet „Dating für Menschen mit Ambitionen“ und man kann sie nur mit einer Bewerbung nutzen. Die Idee habe sie schon früh gehabt, erklärt Both. Die Resonanz auf ihre Testanfrage war dann ausgesprochen positiv. Zudem soll Alea eine Dating-App sein, die nicht auf Altbewährtes setzt. Stattdessen müssen Interessierte ihren Lebenslauf und ihr LinkedIn-Profil angeben – anders als etwa Raya, wo es vor allem um Followerzahlen geht.

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Erstellt wird die Anwendung mit Codex von OpenAI, wobei Künstliche Intelligenz auch innerhalb der App eine große Rolle spielen soll. Dabei zielt alles darauf ab, „Dating so effizient wie möglich“ zu machen, wie Theodora Both bei „Gründerszene“ erklärt.

Man kann sich bereits für die Dating-App bewerben

Neben der reinen Effizienz soll Alea außerdem die Möglichkeit bieten, dass Menschen, die ihrer Karriere hohe Priorität einräumen, Gleichgesinnte finden. Both spricht dabei auch aus eigener Erfahrung: „Ich könnte auch nicht mit meinem Freund zusammen sein, wenn wir bezüglich Karriere nicht auf der gleichen Linie wären.“ Vielen Unternehmerinnen und Unternehmern gehe es ähnlich.

Noch steht Alea nicht offiziell zur Verfügung. Allerdings existiert bereits eine Website und auch die Möglichkeit, sich zu bewerben. Die Anwendung verspricht dafür drei ausgewählte Matches pro Woche auf Basis der eingespeisten Informationen. Damit Chat-Konversationen nicht einfach im Sande verlaufen, soll die Dating-App zudem beispielsweise mit Terminvorschlägen bei der Planung eines echten Dates helfen.