Im Sommer 2026 steht mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA ein echtes sportliches Highlight an. Für viele Fans ist dabei auf technischer Ebene vor allem die Frage relevant, wo man welches Spiel sehen kann. Und für diese Frage könnte eine Neuigkeit wichtig werden, die jetzt bekannt gegeben wurde: Die FIFA und YouTube gehen eine strategische Partnerschaft ein.
Damit wird YouTube offiziell zur „bevorzugten Plattform“ der WM-Übertragung, wie der Weltverband am Dienstag mitteilte. Doch was bedeutet das konkret und wie kann sich das auf die Fans hierzulande auswirken?

WM-Spiele der deutschen Nationalelf laufen weiterhin im Free-TV
Brancheninsidern zufolge laufen bereits Gespräche mit deutschen Lizenzunternehmen. Dabei soll es um die Übertragung von 15 bis 30 WM-Spielen gehen, die dann auf YouTube zu sehen sein werden. Welche Spiele davon betroffen sein sollen, ist allerdings nicht bekannt. Die Hauptlizenz für die WM-Übertragung und damit für 104 Spiele liegt bei der Telekom, die beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF besitzen Sublizenzen für 60 Spiele, die dann im Free-TV zu sehen sein werden.
Wie bestätigt wurde, befinden sich darunter alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Dazu kommen traditionellerweise das Eröffnungsspiel, die beiden Halbfinals und auch das WM-Finale. Damit dürften die meisten heimischen Fans beruhigt sein, die sich vor allem für den Turnierverlauf der eigenen Nation interessieren. Es gibt allerdings auch zahlreiche Fußball-Fans, die auch darüber hinaus Spiele sehen wollen. Und gerade für diese Gruppe könnte eine Chance in dem YouTube-Deal liegen.

Der YouTube-FIFA-Deal bedeutet mehr Material für die Fans
Der Vereinbarung zufolge dürfen Medienpartner nämlich die ersten zehn Minuten jedes Spiels als freien Livestream zeigen. Einige Partner dürfen die Partien sogar in voller Länge übertragen. Darüber hinaus stellt die FIFA altes Archiv-Material zur Verfügung. Das bedeutet, dass man alte WM-Spiele ebenfalls in voller Länge auf dem offiziellen FIFA-Kanal auf YouTube sehen können wird.
Zudem sollen ausgewählte Content Creator auf YouTube Zugang zu diesem Material und auch zu den Live-Spielen bekommen. Das würde eine breitere Berichterstattung und vertiefende Analysen ermöglichen. Für die FIFA eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten, die Reichweite und Beliebtheit entsprechender Influencerinnen und Influencer zu nutzen.
