Streaming-Tipp: Buchverfilmung mit Florence Pugh startet morgen bei Netflix

Ein weltbekannter Literaturklassiker wird von Netflix als aufwändige Miniserie adaptiert und mit Stars wie Florence Pugh und Mike Faist prominent besetzt. Worauf können sich die Abonnenten freuen?
Streaming-Tipp: Buchverfilmung mit Florence Pugh startet morgen bei Netflix
Netflix

Literaturverfilmungen konnten zuletzt zahlreiche Erfolge bei Streaming-Diensten feiern. Auch Netflix mischt dabei ganz vorne mit – ob es nun im Bereich der Jugendbücher („To All The Boys I've Loved Before“), der romantischen Historienromane („Bridgerton“) oder der nachdenklichen psychologischen Romane („Das Damengambit“) ist. Mit „East of Eden“ möchte Netflix an diesen Erfolg anknüpfen und nimmt sich damit einen großen Namen der Literaturgeschichte vor.

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Die Miniserie startet am morgigen 1. Oktober bei Netflix und hat mit unter anderem Florence Pugh und Mike Faist einen prominenten Cast. Dazu kommt eine augenscheinlich opulente Ausstattung. Der Erwartungsdruck ist groß, allerdings hat Netflix beispielsweise mit Serien wie „Hundert Jahre Einsamkeit“ bereits bewiesen, dass es solche Stoffe durchaus imposant umsetzen kann.

„East of Eden“ behandelt eine eindringliche Familiengeschichte

Der 1952 erschienene Roman „East of Eden“ (deutscher Titel „Jenseits von Eden“) ist das wohl bekannteste Werk des Literaturnobelpreisträgers John Steinbeck, auch wenn dieser den prestigeträchtigen Preis nicht für dieses Buch, sondern für „Früchte des Zorns“ (1962) erhielt. Dass der Stoff auch heute noch so bekannt ist, liegt zum einen an den bereits existierenden filmischen Adaptionen, zum anderen an den zeitlosen Kernthemen.

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Die Handlung von „East of Eden“ erstreckt sich über zwei beziehungsweise drei Generationen zweier Familien, deren Geschichte in der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts (1860er-Jahre) bis zum ersten Weltkrieg im Jahr 1918 in den USA erzählt wird. Die beiden Familien sind zum einen die Hamiltons, eine Einwandererfamilie aus Irland, und der Familie Trask, die von inneren Konflikten zerfressen ist.

Florence Pugh in der Netflix-Serie „East of Eden“
Netflix

Darum geht es in der Netflix-Serie „East of Eden“

Die beiden Brüder Cal (Mike Faist) und Adam Trask (Christopher Abbott) haben eine von Konkurrenz geprägte Beziehung, was durch die schöne, aber gefühlskalte Cathy (Florence Pugh) noch verschärft wird. Als Cathy und Adam heiraten, ziehen die beiden auf eine Farm nach Kalifornien, wo sie auch die kinderreiche Familie von Samuel Hamilton (Ciarán Hinds) kennenlernen, die allerdings vom Unglück verfolgt scheint.

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Nach der Geburt der gemeinsamen Zwillinge verlässt Cathy ihren Mann und offenbart ihm damit einen Teil ihres wahren Charakters. Adam zieht seine beiden Söhne Cal (Joseph Zada) und Aaron (Joe Anders) auf und lässt sie in dem Glauben, ihre Mutter sei gestorben. Die Wahrheit kommt allerdings früher oder später immer ans Licht und es zeigt sich, dass sich die Geschichte des Bruderstreits in anderer Form innerhalb der Familie wiederholt.

Steinbecks Roman erzählt eine der wohl bekanntesten Geschichten der Welt

„East of Eden“ enthält zahlreiche biblische Hinweise und wird in seinen Kernkonflikten oft als zeitlos beschrieben. So dreht sich vieles zentral um die Geschichte von Kain und Abel und Fragen nach Vergebung und der Vererbbarkeit des Bösen. In diesem Kontext rückt die Netflix-Adaption offenbar auch die Geschichte von Cathy Ames stärker in den Mittelpunkt.

Der Roman wurde bereits zweimal erfolgreich verfilmt, sowohl als Film als auch als Serie:

  • „East of Eden“ (1955): Spielfilm mit James Dean, Julie Harris und Raymond Massey, der sich vor allem mit dem vierten Teil des Buches beschäftigt, bekam unter anderem einen Oscar
  • „East of Eden“ (1981): Miniserie mit Jane Seymour, Timothy Bottoms und Bruce Boxleitner, die unter anderem zwei Golden Globes und einen Emmy erhielt