Wer sich die Streaming-Charts anschaut, kann dort neben erfolgreichen Hits wie „One Piece“ und „Detective Hole“ eine neue Krimi-Serie entdecken, die vor allem hierzulande die Nutzerinnen und Nutzer begeistert. Das Wort „neu“ ist hier allerdings nicht ganz stimmig. Denn „The Cleaning Lady“ ist zwar in vielen Ländern neu bei Netflix. Eigentlich läuft die Serie aber bereits seit 2022.
Das hat zur – für Zuschauerinnen und Zuschauer positiven – Folge, dass direkt alle bisher erschienenen vier Staffeln bei Netflix zu sehen sind. Da der produzierende Sender Fox die Serie im Juni 2025 beendet hat, bedeutet das, dass man jetzt auf einen Schlag die komplette Serie „The Cleaning Lady“ sehen kann.
Da der Sender seine Inhalte üblicherweise über Hulu spielt, das in Deutschland eigentlich unter dem Dach von Disney läuft, ist es etwas überraschend, dass die Serie bei Netflix zu sehen ist und nicht bei Disney+. Auch bei Max, das zum mitproduzierenden Warner Bros. gehört, hätte sie theoretisch starten können. Für den Marktführer Netflix scheint sich der Schritt aber mit Blick auf die Streaming-Zahlen auf jeden Fall auszuzahlen. „The Cleaning Lady“ begeistert viele mit einer Mischung aus Drama und Krimi sowie einem Hauch von „Tatortreiniger“.
Darum geht es in „The Cleaning Lady“ bei Netflix
Denn auch in „The Cleaning Lady“ geht es darum, Tatorte zu reinigen. Allerdings geht es dabei weit weniger harmlos zu als in der deutschen Serie mit Bjarne Mädel. Denn Protagonistin Thony De La Rosa (Élodie Yung) muss mit ihrem Verdienst als Putzkraft nicht nur ihr Leben und die Behandlung ihres Sohnes finanzieren, während sie illegal im Land ist. Sie wird auch tief in die Machenschaft der Mafia verstrickt und gerät zudem zwischen die Fronten des organisierten Verbrechens und des FBI.
Die jetzt bei Netflix zu sehende Serie basiert auf der argentinischen Produktion „La Chica Que Limpia“, was wörtlich übersetzt „Das Mädchen, das putzte“ bedeutet. Die Vorlage umfasst allerdings nur eine Staffel, die bereits 2017 erschienen ist, bevor Fox das Format dann für den englischsprachigen Markt adaptierte.
Vor allem die ersten Staffeln der Krimi-Serie bekommen Lob
In den deutschen Netflix-Charts steht die Serie insgesamt auf Platz 1, in insgesamt 50 Ländern schafft sie es in die Charts. Das bedeutet international gesehen Platz 5, was vor allem daran liegt, dass sie in den Vereinigten Staaten, die ein zahlenstarker Markt für den Streaming-Markt sind, bereits seit geraumer Zeit zu sehen ist. Auf IMDb verzeichnet „The Cleaning Lady“ eine sehr gute Wertung von 7,0 Sternen, auf Rotten Tomatoes sind hingegen nur 60 Prozent der Kritiken für Staffel 1 positiv.
Dabei fällt bei genauerem Hinsehen auf, dass vor allem die ersten ein bis zwei Staffeln im Schnitt noch sehr positiv rezipiert wurden. Ab Staffel 3 sinken die Wertungen dann sukzessive, teilweise von Folge zu Folge. Dazu schreibt etwa eine Zuschauerin: „Bis zur dritten Staffel habe ich ihr 10 Sterne gegeben.“ Vor allem die „Vielzahl interessanter Nebenhandlungen“ wird in diesem Kontext erwähnt und auch die generelle Handlung, die nicht den „üblichen, formelhaften Handlungssträngen der meisten Serien“ folgen würde.
Auch die schauspielerische Leistung wird mehrfach gelobt, genauso wie das Aufgreifen vieler relevanter Themen sowie die „tiefgründige Auseinandersetzung mit Familie, Loyalität und Liebe.“ Kritik gibt es hingegen stellenweise an der Regie und mehrfach beschweren sich Zuschauerinnen und Zuschauer, dass einige Wendungen sehr vorhersehbar sind. „The Cleaning Lady“ ist seit dem 8. April bei Netflix zu sehen.

