Überraschungserfolg bei Netflix: Buchverfilmung rührt Publikum zu Tränen – „Hat meine Seele berührt“

Innerhalb kürzester Zeit hat es eine Buchverfilmung in die Netflix-Charts geschafft, die vorher kaum jemand auf dem Schirm hatte und die von manchen sogar als schönster Film des Jahres gefeiert wird.
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Streaming-Riese Netflix ist vor allem für seine Serien bekannt. Das Jahr 2025 war aber bisher auch im Filmbereich ein starkes Jahr für den Anbieter. Nicht nur, dass „KPop Demon Hunters“ einen Rekord aufstellen konnte, an dem sich vermutlich viele weitere Titel die Zähne ausbeißen werden. Auf der Plattform sind zudem von der Kritik gefeierte Filme wie „Frankenstein“, „Havoc“ und „House of Dynamite“ erschienen.

Aktuell beweist Netflix einmal mehr ein gutes Händchen, wenn man einen Blick auf die Streaming-Charts wirft. Seit seinem Start am 21. November hat sich dort nämlich ein Film festgesetzt, der im Vorfeld kaum Aufmerksamkeit bekommen hat und abseits der Film-Festivals auch nicht auffällig beworben wurde: „Train Dreams“. Global gesehen liegt die gefühlvolle Buchverfilmung dennoch auf Platz 5. In einigen Ländern wie Australien, vor allem aber in Europa, ist der Titel auch mehrfach auf den Plätzen 2 und 3 zu finden.

Dazu kommen starke Wertungen und außerordentlich positive Kritiken. So liegt „Train Dreams“ bei IMDb bei einer 7,6; vor allem für einen Film ist das eine außerordentlich hohe Zahl. Auf Rotten Tomatoes vergibt das Publikum 80 Prozent, während der Wert bei den professionellen Kritiken sogar fantastische 95 beträgt.

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Darum geht es in dem Netflix-Drama „Train Dreams“

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch „Train Dreams“, das 2012 erschienen ist und unter anderem für einen Pulitzer-Preis nominiert war. Die Handlung ist im Sommer 1917 angesiedelt und dreht sich um das Leben von Robert Grainier (Joel Edgerton). Dieser gehört zu einem buntgemischten Holzfällertrupp, der Eisenbahnschienen verlegt. Dabei spielt die harte körperliche Arbeit eine Rolle, genauso wie die Spannungen innerhalb der Gruppe, aber auch Roberts Vergangenheit und seine aufblühende Beziehung zu Gladys (Felicity Jones).

„Train Dreams“ wird von vielen Netflix-Nutzerinnen und Nutzern vor allem für seine Stille und die gefühlvollen Bilder gefeiert. Dabei werden Themen wie Einsamkeit, Verlust und Erinnerung behandelt. „Die lyrische Regie und das Drehbuch, die epische Dimension der Handlung und die gefühlvollen Darstellungen verbinden sich zu einer emotionalen Meditation über die Beziehung zwischen Arbeit und Familie, Mensch und Land sowie Mensch und Zeit“, heißt es etwa in einer Kritik.

Viele berichten zudem, dass sie von dem Film zu Tränen gerührt waren. Vielfach kann man Kommentare wie „Dieser Film hat meine Seele berührt“, „Wunderschön und ergreifend“ oder „Ein Film, der Verlust und Schönheit atmet“ lesen. Netflix hat mit „Train Dreams“ also offenbar einen Nerv getroffen.