Gen Z liebt „Maxton Hall“: Warum die Serie trotz schlechter Kritiken so gefeiert wird

Nach dem phänomenalen Erfolg der ersten Staffel dominiert auch „Maxton Hall“ Staffel 2 die Streaming-Charts – und das teils schlechter Bewertungen. Der Begeisterung des Publikums scheint das aber nichts anhaben zu können.
Gen Z liebt „Maxton Hall“: Warum die Serie trotz schlechter Kritiken so gefeiert wird
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Die deutsche Serie „Maxton Hall“ hat einen absoluten Hype ausgelöst. Die erste Staffel brach bei ihrem Start im Mai 2024 Rekorde beim Streaming-Dienst Amazon Prime Video. Und die zweite Staffel kann offenbar an den Erfolg anknüpfen. Seit Wochen stehen die neuen Folgen an der Spitze der Prime-Video-Charts. Das dürfte zwar auch ein wenig daran liegen, dass Amazon – anders als noch bei Staffel 1 – die Episoden im Wochentakt veröffentlicht und nicht am Stück.

Das reicht aber nicht annähernd als Erklärung dafür aus, dass „Maxton Hall“ zu einer der aktuell am meisten diskutierten und gefeierten Serien gehört. Dabei zeigt sich ein interessantes Bild. Schaut man etwa auf Plattformen wie Rotten Tomatoes, dann fällt auf, dass die Meinungen von Publikum und professionellen Kritiken teilweise deutlich auseinanderklafft. So verzeichnet etwa die zweite Staffel eine professionelle Wertung von 60 Prozent. Das Publikum bewertete jedoch mit 92 Prozent ein ganzes Stück besser. Woher kommen diese Unterschiede?

James (Damian Hardung) in „Maxton Hall“ Staffel 2
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Deutsche Serie „Maxton Hall“ wird auch international gefeiert

Kritikerinnen und Kritiker werfen „Maxton Hall“ oft vor, dass es gestellt wirke und inhaltlich wenig anspruchsvoll sei. Die klassischen Tropes – zwei Personen aus sehr unterschiedlichen Gesellschaftsschichten verlieben sich und müssen diverse Widrigkeiten überwinden – werden der Serie dabei ebenfalls oft vorgeworfen. Dabei sind sie wesentlicher Teil des Erfolgs, wie vergleichbare Serien und nicht zuletzt die ebenfalls erfolgreiche Buchvorlage beweisen. Weitere Kritik gibt es mitunter an den Dialogen.

Schaut man sich jedoch die Kommentare der Zuschauerinnen und Zuschauer an, dann scheint diese Kritik an der Zielgruppe offensichtlich völlig vorbeizugehen. Oft verteidigen die Fans „Maxton Hall“ sogar leidenschaftlich und argumentieren, dass Handlung und Motive für das Genre absolut typisch seien. Vielfach kann man Dinge lesen wie „Wer keine Teenie-Romanzen mag, sollte halt einfach keine gucken“. Darüber hinaus lieben die meisten vor allem die beiden Hauptdarsteller, Harriet Herbig-Matten und Damian Hardung.

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James (Damian Hardung), Ruby (Harriet Herbig-Matten) in „Maxton Hall“ Staffel 2
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„Maxton Hall“ ist auch – und vor allem – auf BookTok ein Phänomen

Warum die Serie vor allem bei der Gen Z so beliebt ist, hat in erster Linie mit Social Media zu tun. Dort ist „Maxton Hall“ zum absoluten Phänomen geworden – auch dank der Buchvorlage und dem dadurch entstandenen BookTok-Hype für die Serie. Viele feiern zudem versteckte Motive wie Female Empowerment und Mental Health oder auch die emotionale Entwicklung von Protagonist James. Am Ende kommen viele Faktoren zusammen, die „Maxton Hall“ zu einem weltweiten Phänomen und der erfolgreichsten deutschen Serie bei Prime Video aller Zeiten machen.