Vor sieben Jahren ist mit „Das perfekte Geheimnis“ einer der erfolgreichsten deutschen Filme der vergangenen Jahre in die Kinos gekommen. Jetzt folgt mit „Der perfekte Urlaub“ eine Fortsetzung. Für Regie und Drehbuch war erneut Bora Dagtekin verantwortlich, die ersten Kritiken fallen allerdings eher negativ aus. Worum geht es und für wen lohnt sich der Gang ins Kino?
Die Handlung von „Der perfekte Urlaub“
In Teil 1 traf sich eine Freundesgruppe zum Abendessen und beschloss, dabei alle Handys auf den Tisch zu legen und die Nachrichten und Anrufe öffentlich zu machen. Dabei kamen eine Menge Geheimnisse ans Licht, die die Beziehungen untereinander auf die Probe stellten. Am Ende wollen die seit ihrer Jugend befreundeten Männer der Gruppe – Leo (Elyas M’Barek), Pepe (Florian David Fitz), Simon (Frederick Lau) und Rocco (Wotan Wilke Möhring) – gemeinsam in den Mallorca-Urlaub fliegen, um ihre Freundschaft zu kitten.
Allerdings fahren auch Roccos Frau Eva (Jessica Schwarz), Leos Frau Carlotta (Karoline Herfurth) und die gemeinsame Freundin Maus (Diana Amft) zusammen nach Mallorca. Nach einem Brand in einer Finca landen alle dann doch zusammen in einem Party-Hotel, wo die Streitereien, die durch das Handy-Spiel offengelegt wurden, eskalieren.
Denn Carlotta vertraut Leo nach der SMS-Affäre nicht mehr, Eva findet heraus, dass Rocco ein Zweithandy hat, während sie versucht, eine bessere Beziehung zu ihrer Tochter Sophie (Emily Kusche) aufzubauen. Pepe wünscht sich nach seinem Outing mehr Empathie von seinen Freunden und dann taucht auch noch Simons Ex-Freundin Bianca (Jella Haase) auf – und das Chaos ist perfekt.

Für wen lohnt sich der Film „Der perfekte Urlaub“?
Die ersten Bewertungen für den neuen Film lesen sich eher durchwachsen. Kritikerinnen und Kritiker merken an, dass der Film toxische Beziehungsdynamiken nach vorne stellt und nicht wirklich auflöst. Zudem ist etwa beim NDR von einer „Komödie auf Ballermann-Niveau“ die Rede, die vor allem Homosexualität klischeehaft darstellt. Negativ wird auch das Pacing der Erzählung erwähnt.
Andere finden die Sommerkomödie aber auch gelungen und loben unter anderem den Wechsel vom Kammerspiel-Setting im ersten Teil auf die vielseitigere Kulisse in „Der perfekte Urlaub“. Besonderes Lob gibt es auch für die Neuzugänge im Cast, allen voran Diana Amft. Darüber hinaus seien einige Satire-Aspekte sehr gut gelungen, die unter anderem den deutschen Sauftourismus auf Mallorca aufs Korn nehmen.
Entsprechend lohnt sich der Film für alle, die teils vulgären und politisch unkorrekten Humor in einer Komödie schätzen. Wer sich an Klischees nicht stört und vielleicht auch Fan des prominenten Casts ist, kann durchaus auf seine Kosten kommen. Der Film läuft ab dem 22. Oktober offiziell in den Kinos.

