Wer an Christopher Nolan denkt, hat vermutlich direkt Filme wie „The Dark Knight“, „Inception“ und „Interstellar“ im Kopf. Alle diese Titel haben auf einschlägigen Plattformen wie IMDb hohe Wertungen erzielt und gelten gemeinhin als sehr gute und sehenswerte Werke. Bei der Frage, welcher der beste Nolan-Film ist, scheiden sich allerdings die Geister.
Geht man nach den internationalen Bewertungen, dann ist es tatsächlich der zweite Teil der „Batman“-Trilogie, „The Dark Knight“. Dieser hält aktuell eine IMDb-Wertung von 9,1, machte Heath Ledger als Joker post mortem zur Legende und belebte das Superhelden-Genre neu. Fragt man eine andere Regie-Legende, dann wird allerdings ein Film genannt, den einige vermutlich gar nicht mehr auf dem Schirm haben: „Memento“.

Steven Spielberg liebt frühen Film von Christopher Nolan
Bei „Memento“ handelt es sich um den zweiten Film in der Vita von Christopher Nolan. Gleichzeitig ist es der erste Film, an dem er zusammen mit seinem Bruder Jonathan arbeitete – eine Zusammenarbeit, die viele Film-Fans bis heute feiern. Zu diesen gehört auch Regisseur Steven Spielberg, der unter anderem für Blockbuster wie „Der weiße Hai“ (1975), „E. T. – Der Außerirdische“ (1982), „Jurassic Park“ (1993), „Schindlers Liste“ (1993), die „Indiana Jones“-Filme und noch so viel mehr bekannt ist.
Auch interessant: Marilyn Monroe über U-Bahn-Schacht – die Geschichte hinter dem legendären Foto
Im Interview mit „Collider“ erklärt Spielberg, dass „Memento“ zwar knapp gewinne, aber am Ende für ihn dennoch die Nase vorn habe, wenn es um Filme von Christopher Nolan geht. „Es wird für immer der absolute Lieblingsfilm von allen sein, die Chris gemacht hat“, wird der Regisseur zitiert.
„Memento“ hat heute einen ganz eigenen Kultstatus
Tatsächlich war „Memento“ damals eine bahnbrechende Arbeit. Das liegt vor allem am Drehbuch und der außergewöhnlichen Erzählweise. Statt einer üblichen chronologischen Reihenfolge bekommen Zuschauerinnen und Zuschauer nämlich eine fragmentierte und rückwärtsgewandte Perspektive. Diese entspricht dem Erleben der Hauptfigur, die unter anterograder Amnesie leidet.
Trotz dieser Gedächtnisstörung, die dafür sorgt, dass der Protagonist (gespielt von Guy Pearce) keine neuen Erinnerungen behalten kann, jagt er den Mörder seiner Frau. Dabei versucht er, sich an wichtige Dinge über Notizen, Polaroid-Bilder und Tätowierungen zu erinnern.
Neben dieser ungewöhnlichen Prämisse spielt der Film von Christopher Nolan zudem in zwei Handlungssträngen. Davon wird einer in Farbe, aber rückwärts, erzählt, während der andere vorwärts und in Schwarz-Weiß abläuft. Der Film war damals für einen Golden Globe sowie einen Oscar nominiert und wird zudem von Expertinnen und Experten inzwischen als einer der bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts bewertet.

