Abgedrehter Film mit „Wednesday“-Star in den Charts – „Was für ein Potenzial“

In den Streaming-Charts hält sich seit Wochen ein ungewöhnlicher Film mit „Wednesday“-Star Jenna Ortega in der Hauptrolle. Dabei haben ihn viele immer noch nicht auf dem Schirm.
Abgedrehter Film mit „Wednesday“-Star in den Charts – „Was für ein Potenzial“
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Während die Streaming-Charts momentan von großen Namen wie „The Rip“, „Bridgerton“ oder „A Knight of the Seven Kingdoms“ dominiert werden, hält sich allerdings auch seit Wochen ein kleinerer Horror-Film konstant in den Top 10. Ob das an den prominenten Hauptdarstellern – unter anderem Jenna Ortega, Paul Rudd und Will Poulter – oder an dem ungewöhnlichen Titel liegt, ist schwer zu sagen. Aber „Death of a Unicorn“ springt in jedem Fall all jenen ins Auge, die sich die Zeit dafür nehmen, die Streaming-Inhalte genauer zu durchforsten.

Zwar hat der Film durchwachsene Kritiken erhalten. Die durchschnittlichen Wertungen von 5,8 bei IMDb und 52 beziehungsweise 76 Prozent bei Rotten Tomatoes sind aber zum einen typisch für das mitunter verschriene Horror-Fantasy-Genre. Zum anderen zeigt sich bei genauerem Hinsehen, dass viele Zuschauerinnen und Zuschauer „Death of a Unicorn“ entweder herausragend gut oder unterirdisch schlecht bewertet haben.

Szene aus dem Film „Death of a Unicorn“
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Publikum feiert „Death of a Unicorn“ als düsteren Märchenfilm voller Originalität

Die Handlung in dem Streifen ist Programm: Bereits in den ersten fünf Minuten fährt Elliot Kintner (Paul Rudd) mit seiner Tochter Ridley (Jenna Ortega) im Wagen auf dem Weg zum Anwesen seines Bosses ein Einhorn an. Da sie sich nicht anders zu helfen wissen, nehmen sie das tote Tier mit und treten dabei eine Kette von Ereignissen los. Denn Einhörner sind offenbar keinesfalls friedliche Wesen.

Besonderes Lob bekommt der Film allerdings nicht für seine ungewöhnliche Prämisse, sondern für sein starbesetztes Ensemble, das neben den genannten Prominenten auch weitere große Namen wie Richard E. Grant oder Téa Leoni umfasst. Viele feiern zudem den bissigen Unterton von „Death of a Unicorn“, den man als Kritik an ausbeuterischen Systemen verstehen kann. „Du bekommst das zurück, was du an Erwartungen hineingibst“, kommentiert ein Zuschauer bei IMDb.

Kritik gibt es den teils unsympathischen Charakteren und der „Albernheit“ des Films, die einigen nicht gefällt. So kommentiert jemand „Es ist genauso dumm wie es sich anhört“. Die anhaltend guten Streaming-Zahlen von „Death of a Unicorn“ zeigen allerdings ein stabiles Grundinteresse an dem Titel, der sich damit zu einem kleinen Geheimtipp mausert.