„Game of Thrones“ war eine der bestimmenden Serien der 2010er-Jahre. Dementsprechend warten viele gespannt auf neues Futter aus der Serienwelt von Westeros, das nun in Form von „A Knight of the Seven Kingdoms“ kommende Woche startet. Die Serie dürfte zudem ein wichtiges Zugpferd für den in Deutschland frisch gestarteten Streaming-Dienst HBO Max sein. Ein ausgewähltes Publikum konnte bereits einen ersten Blick auf die Serie werfen und mit dem Fallen des Embargos sind die ersten Kritiken inzwischen öffentlich.
Ein Blick ins Netz zeigt, dass die Meinungen zu dem „Game of Thrones“-Spin-off dabei teilweise deutlich auseinander gehen. Während die eine Seite „A Knight of the Seven Kingdoms“ feiert, zeigt sich die andere Seite eher kritisch und prophezeit, dass Fans der Mutterserie enttäuscht sein könnten. Dabei dreht sich die Hauptkritik um das grundlegende Konzept der Serie. Das bringt der Produktion schon vor dem Start die schlechteste Durchschnittswertung des Franchises ein.

„A Knight of the Seven Kingdoms“ soll ganz anders sein als „Game of Thrones“
Denn anders als in „Game of Thrones“ wird „A Knight of the Seven Kingdoms“ weit weniger Fantasy-Aspekte umfassen und einen anderen Blick auf Westeros und seine Bewohnerinnen und Bewohner werfen. Im Zentrum steht der junge Dunk (Peter Claffey), der nach dem Tod seines Ritters dessen Schwert und Schild übernimmt und sich fortan „Ser Duncan der Große“ nennt. Auf seiner eigenen Reise als Heckenritter muss er feststellen, dass nicht alles zu seinem Idealbild eines Ritters passt. Gesellschaft bekommt er dabei von dem vorlauten Jungen Egg (Dexter Sol Ansell). Schon die Handlung des Spin-offs, die etwa 100 Jahre vor den Ereignissen von „Game of Thrones“ spielt, liest sich also grundsätzliche anders als die des „Originals“.
Es geht also nicht um die große Politik, sondern eher um kleinere Geschichten. Das gefällt einigen Kritikerinnen und Kritikern sehr gut. So schreibt etwa „Moviepilot“: „Stattdessen wird eine kleine Geschichte mit erstaunlich viel Gefühl, Witz und Glaube ans Gute im Menschen erzählt“. Dunks Reise wird dabei mit den beliebten ersten Folgen der „Star Wars“-Serie „The Mandalorian“ verglichen. Für den „Hollywood Reporter“ ist die Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“ „eine derbe Komödie, die sich auf unkonventionelle Weise über das Franchise lustig macht“, während viele vor allem die Dynamik zwischen den beiden Hauptcharakteren positiv hervorheben.
Es gibt aber auch ein Lager, dem das Spin-off nicht besonders zu gefallen scheint. So heißt es etwa bei „Awards Buzz“: „Diese Show wirkt im Vergleich zu früheren Produktionen hoffnungslos simpel und deplatziert.“ Das „Time Magazine“ nennt die Serie „zu lasch, um sie zu lieben“ und der „Collider“ bemängelt die kurze Laufzeit von nur etwa dreieinhalb Stunden in sechs Episoden, in denen dennoch nicht viel passieren würde. Insgesamt fällt das Medienecho jedoch positiv aus – jetzt muss sich noch zeigen, wie die neue „Game of Thrones“-Serie beim Publikum ankommt.
