Heutzutage landen Kinofilme im Schnitt etwa 45 Tage, nachdem sie abgesetzt wurden, bei einem Streaming-Dienst. Auf „Avatar: Fire and Ash“, den dritten Teil der bekannten Sci-Fi-Reihe von James Cameron, mussten Fans nun zumindest en bisschen länger warten. Nun ist es allerdings endlich soweit und der Blockbuster, der zu Weihnachten 2025 in die Kinos kam, landet nun auch auf einer Streaming-Plattform.
Da 20th Century Fox, das Produktionsstudio hinter dem Film, zum Disney-Konzern gehört, ist es nicht verwunderlich, dass „Avatar 3“ direkt bei Disney+ landet. Damit handelt es sich um einen der wichtigsten Neustarts in diesem Monat bei dem Streaming-Dienst, wo der Film ab dem morgigen 24. Juni 2026 zur Verfügung steht.
Darum geht es in „Avatar: Fire and Ash“ bei Disney+
Im dritten Film der Reihe wird die Geschichte um die Familie Sully, die auf dem Mond Pandora lebt, fortgeführt. Wurden im ersten Teil aus dem Jahr 2009 noch die völlig neue Welt und vor allem ihre Bewohnerinnen und Bewohner, die Na'vi, eingeführt, so hat der 2022 erschienene zweite Teil „The Way of Water“ diese Welt weiter ausgebaut. Im dritten Teil wird nun das kriegerische Volk der Mangkwan eingeführt.
Diese attackieren eine Karawane der Tlalim, der sich auch die Sullys angeschlossen haben, um ihren Adoptivsohn „Spider“ (Jack Champion) zurück zu den Menschen zu bringen, da er als solcher auf der Oberfläche von Pandora nicht ohne entsprechende Atemmaske überleben kann. Durch den Angriff wird die Familie jedoch getrennt. Während Jake (Sam Worthington) in Gefangenschaft gerät, versucht Neytiri (Zoë Saldaña), sich zu ihrem Stamm durchzuschlagen und Hilfe zu holen. Währenddessen sind Spider und seine Adoptivgeschwister Lo'ak (Britain Dalton), Kiri (Sigourney Weaver) und Tuk (Trinity Bliss) auf sich gestellt.

Zukunft der Reihe ist noch ungewiss
Dass „Avatar: Fire and Ash“ nun zu Disney+ kommt, gab der Konzern Mitte Mai bei den Upfronts bekannt, bei denen auch andere Hollywood-Studios und Streaming-Dienste ihr Programm vorstellen. Obwohl der Film Box Office Mojo zufolge fast 1,49 Milliarden Dollar einspielen konnte, ist „Avatar 3“ damit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Das bringt auch eine eventuelle Fortsetzung in Gefahr.
Auf IMDb kann der Film dennoch eine sehr positive Wertung von 7,2 Sternen verzeichnen. Auf Rotten Tomatoes konnte der Film 90 Prozent des Publikums überzeugen. Bei den professionellen Kritiken schneidet er mit 66 Prozent allerdings deutlich schlechter ab.
Lohnt sich „Avatar: Fire and Ash“ im Stream?
In den negativen Kritiken ist vor allem davon die Rede, dass der Film wenig Neues zu erzählen hat, sondern vor allem auf altbewährte Erfolgsmuster zugreift. Lob gibt es hingegen für die bildgewaltige Optik, die auch die des zweiten Teils noch einmal deutlich hinter sich lässt.
Viele stellen sich nun die Frage, ob sich „Avatar 3“, der auf die große Leinwand im Kino ausgelegt ist, dann im Stream auf dem heimischen Fernseher überhaupt noch lohnt. Tatsächlich liegt aber die Vermutung nahe, dass viele nur auf einen Start im Heimkino gewartet haben, denen der Kinobesuch schlicht zu teuer war.
Wer also die Welt von Pandora liebt und sich selbst einen Eindruck von der opulenten Optik verschaffen möchte, hat ab morgen die Gelegenheit dazu, aber auch ein Rewatch kann sich lohnen, da der Film mehrere spannende Fragen rund um die Themen Krieg, Trauerbewältigung und Familie aufwirft, die auch beim zweiten Schauen noch nachdenklich stimmen können.
