„Jetzt schon ein Klassiker“: Sci-Fi-Film auf Platz 1 der Streaming-Charts

Amazon konnte dieses Jahr mit einem Film einen enormen Kino-Erfolg verzeichnen. Der Siegeszug setzt sich nun auf der Streaming-Plattform Prime Video fort; das Publikum ist völlig begeistert.
„Jetzt schon ein Klassiker“: Sci-Fi-Film auf Platz 1 der Streaming-Charts
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Im März 2026 kam ein Film in die Kinos, der nicht nur als einer der besten Sci-Fi-Filme der vergangenen Jahre gefeiert wurde, sondern den einige sogar mit „Interstellar“ vergleichen. Der Blockbuster ist zudem der erfolgreichste Film für Amazon MGM aller Zeiten und schaffte es auch abseits großer Franchises, ein enormer Erfolg zu werden. Die Rede ist natürlich von „Project Hail Mary“, der in Deutschland unter dem Titel „Der Astronaut – Project Hail Mary“ erschienen ist.

Der Film gehört übrigens auch mit Blick auf das bisherige Kinojahr 2026 zu den erfolgreichsten Produktionen überhaupt. Dabei musste er sich bisher nur großen Franchise-Starts wie „Toy Story 5“ oder „Der Teufel trägt Prada 2“ geschlagen geben. Dazu kommen bemerkenswerte Nischenrekorde wie etwa für das schnellste Erreichen der Marke von einer Million 5-Sterne-Bewertungen auf der Website Letterboxd.

Darum geht es in „Project Hail Mary“

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir und kommt mit einer alles andere als neuen Idee um die Ecke, die allerdings erfrischend neu erzählt wird. Der – zumindest im Deutschen – titelstiftende Astronaut ist in diesem Fall eigentlich gar kein richtiger Raumfahrer, sondern der Mittelschullehrer und Molekularbiologe Dr. Ryland Grace (Ryan Gosling). Dieser erwacht ohne Erinnerung auf einem Raumschiff aus einem künstlichen Koma und muss sich schrittweise an seine Mission erinnern, die nichts Geringeres als die Rettung der Menschheit beinhaltet.

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Denn durch außerirdische Mikroorganismen, die Astrophagen genannt werden, sind die Sonne und somit die Erde bedroht. Die anderen Crewmitglieder an Bord des Raumschiffs namens Hail Mary haben das künstliche Koma nicht überlebt. Entsprechend muss Ryland zunächst alleine einen Weg finden, die Astrophagen in den Griff zu bekommen.

Im All trifft er jedoch auf ein Raumschiff von einem anderen Planeten, das ebenfalls auf eine Rettungsmission geschickt wurde, da die Erde nicht der einzige bedrohte Planet ist. An Bord gibt es jedoch ebenfalls nur einen Überlebenden, ein spinnenähnliches Steinwesen, das Ryland „Rocky“ nennt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine unwahrscheinliche Freundschaft, während sie gemeinsam versuchen, eine Lösung zu finden.

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Szene aus „Project Hail Mary“, in der Eva Stratt (Sandra Hüller) mit anderen Leuten an einem Tisch sitzt
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Die Kritik feiert den Sci-Fi-Film mit Ryan Gosling

„Project Hail Mary“ erzählt also zum einen eine klassische Geschichte einer Weltraum-Rettungsmission. In professionellen Kritiken und auch beim Publikum wird allerdings gefeiert, dass dabei verständlich erklärte echte Wissenschaft aufgegriffen wird. Und auch die Darstellung der wachsenden Freundschaft zwischen Ryland und Rocky hat für viele den Charme des Films ausgemacht.

Dabei hat Amazon dem Medium Film geschuldet einige Dinge aus dem Buch angepasst. So bekommt das Alien beispielsweise per Computer eine eigene Stimme, während der Lehrer im Buch einfach mit der Zeit selbst lernt, das Wesen zu verstehen. Viel Lob gibt es dabei auch für die Ausgestaltung des Steinwesens. „Der einzige Außerirdische im Film hat ein einzigartiges Aussehen, das sich vom üblichen Klischee des zweibeinigen Humanoiden mit Make-up und Prothesen unterscheidet“, kommentiert eine Zuschauerin dazu.

Überhaupt bekommt die gesamte Optik des Films sehr viel Lob. Dabei wurde in „Project Hail Mary“ möglichst wenig mit Greenscreens gearbeitet und auch, um Rocky darzustellen, wurde während der Dreharbeiten auf eine speziell angefertigte Puppe gesetzt. Auch der Detailreichtum löste begeisterte Reaktionen aus. So ergibt das teilweise zusammengestückelt wirkende technische Setup auf dem Raumschiff tatsächlich Sinn, genauso wie die abgebildeten Inhalte.

„Project Hail Mary“ stürmt seit seinem Start die Streaming-Charts

Dennoch gibt es natürlich auch einige negative Punkte, die immer wieder erwähnt werden. Denn während die einen die Freundschaft zwischen Ryland und Rocky – oder auch die in den Rückblenden zwischen Ryland und der Projektleiterin Eva Stratt (Sandra Hüller) – feiern, empfinden einige die Darstellung teilweise als zu kitschig und klischeebehaftet.

Einige bemängeln zudem, dass die Wissenschaft für das Kinopublikum zu stark vereinfacht wurde. Zudem kann man mehrfach die Kritik lesen, dass die Länge des Films, der gute zweieinhalb Stunden dauert, nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Ein Zuschauer kommentiert etwa: „'Interstellar' für Leute, die Ketamin genommen haben.“

Alles in allem sprechen die Zahlen aber eine klare Sprache. Neben dem Erfolg im Kino kommt „Project Hail Mary“ auf sehr gute Wertungen von 8,2 auf IMDb oder auch 94 beziehungsweise 95 Prozent bei Rotten Tomatoes (Stand: 7. Juli). Der Start bei Amazon Prime Video verlief ebenfalls traumhaft. Seit dem Release Anfang Juli steht der Sci-Fi-Film unangefochten an der Spitze der Charts. Einige geben dem Blockbuster sogar jetzt schon das Prädikat eines echten Klassikers.