Pixar bricht eiserne Regel: Was „Toy Story 5“ anders macht als alle Vorgänger

Sieben Jahre nach dem letzten Abenteuer kehren Woody, Jessie und Buzz in „Toy Story 5“ zurück auf die Leinwand. Während Fans in Deutschland noch warten, zeigen erste Reaktionen aus den USA in eine eindeutige Richtung.
Pixar bricht eiserne Regel: Was „Toy Story 5“ anders macht als alle Vorgänger
Disney/Pixar

Während Fans in Deutschland noch bis zum 23. Juli warten müssen, bis sie „Toy Story 5“ in den Kinos sehen können, läuft der Film in den USA bereits. Nach sieben Jahren Wartezeit gibt es damit wieder ein Abenteuer von Woody, Jessie und Buzz Lightyear auf der großen Leinwand, nachdem der 2022 erschienene Film „Lightyear“ eine ausgekoppelte Produktion darstellte.

Da der Film in den USA aber schon zu sehen ist, gibt es auch bereits erste Kritiken – und diese können sich absolut sehen lassen. Bei IMDb stehen aktuell (Stand: 18. Juni) 7,8 von 10 möglichen Sternen. Auf Rotten Tomatoes erreicht „Toy Story 5“ einen positiven Score von sehr guten 94 Prozent, Tendenz steigend. Dabei loben vor allem viele das Kernthema des Films.

Darum geht es im neuen Animationsfilm „Toy Story 5“

Am Ende des vierten Teils beschließt Sheriff Woody, Bonnie zu verlassen und auf Reisen zu gehen, um anderen Spielzeugen zu helfen, ein neues Zuhause zu finden. Daraufhin übernehmen Jessie und Buzz Lightyear das Kommando im Kinderzimmer. Allerdings wendet sich die inzwischen 8-jährige Bonnie zunehmend von ihren Spielzeugen ab, um sich mit einem Tablet namens Lilypad zu beschäftigen.

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Auch Woody muss feststellen, dass sich viele Kinder eher technischen Geräten zuwenden, als mit klassischen Spielsachen zu spielen. Daraufhin kehrt er zurück, um gemeinsam mit seinen Freunden eine Lösung zu finden.

Der Grundkonflikt in „Toy Story 5“ ist also ziemlich aktuell, denn technische Geräte werden auf immer jüngere Zielgruppen ausgelegt. Mastermind Andrew Stanton, der auch hinter den ersten beiden und dem vierten Teil der Reihe steckt, betonte im Interview allerdings, dass es nicht um einen „Kampf“ gehe, „sondern um die Erkenntnis eines existenziellen Problems: dass niemand mehr wirklich mit Spielzeug spielt.“

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Szene aus „Toy Story 5“, in der Woody und Buzz das Tablet Lilypad anschauen
Disney/Pixar

Kritiken feiern den neuen Film der beliebten Reihe

Für diese Prämisse wird „Toy Story 5“ in den Kritiken größtenteils gefeiert. So wird dem neuen Animationsfilm unter anderem „viel emotionales Potenzial“ bescheinigt. In der Kritik im Collider steht: „'Toy Story 5' ist außergewöhnlich und verbindet mühelos Nostalgie (...) mit neuen Themen“.Bei Variety heißt es wiederum, dass der Film „bewegend und unwiderstehlich“ sei.

Nachdem es im Vorfeld Diskussionen gab, ob wirklich noch ein weiterer Film der Reihe nötig sei, zeigen sich nun viele positiv überrascht und angetan. Kritik gibt es allerdings von einigen Woody-Fans, die finden, dass die Figur in „Toy Story 5“ etwas zu kurz komme. Andere feiern hingegen, dass auf diese Weise Jessie eine größere Bühne bekommt. Und es gibt noch eine Neuerung, die für einige Schlagzeilen gesorgt hat: die Altersfreigabe.

„Toy Story 5“ muss in große Fußstapfen treten

„Toy Story 5“ ist tatsächlich der erste Film der Reihe, der in den USA kein sogenanntes G-Rating erhalten hat. Stattdessen wurde eine PG-Bewertung vorgenommen; das steht für Parental Guidance Suggested und bedeutet in erster Linie, dass Eltern bei sehr kleinen Kindern vorab einschätzen müssen, ob der Film für ihren Nachwuchs geeignet ist oder nicht. Als Grund für die Bewertung werden der teilweise etwas derbe Humor und auch „einige thematische Elemente“ angeführt.

Grundsätzlich gilt „Toy Story“ als die beste Animationsfilmreihe aller Zeiten. Diesbezüglich sind sich professionelle Kritiken und auch Bewertungen aus dem Publikum einig. Bislang fällt „Toy Story 5“ zwar ein wenig ab, allerdings nur minimal. Besonders beliebt sind die ersten beiden Teile, die auf Rotten Tomatoes sogar die perfekte Wertung von 100 Prozent halten.