Bei Amazon Prime Video thronte zuletzt noch mit „Project Hail Mary“ einer der erfolgreichsten Kinofilme des Jahres an der Spitze der Charts. Nun wurde er ausgerechnet von einem der größten Flops abgelöst: „Masters of the Universe“. Obwohl der Blockbuster erst am 4. Juni in den Kinos angelaufen war, ist er jetzt schon im Stream zu sehen – das ist nie ein gutes Zeichen.
Ein Blick bei Box Office Mojo zeigt, dass der Film weltweit nur etwa 114 Millionen US-Dollar einspielen konnte (Stand: 27. Juli). Bei Produktionskosten von etwa 170 Millionen US-Dollar hat „Masters of the Universe“ also ordentlich Minus gemacht. Umso überraschender ist jetzt das große Interesse bei Amazon Prime Video. Dort steht der Blockbuster in nahezu allen Ländern auf Platz 1.
Darum geht es in „Masters of the Universe“
Wie schon die beliebte Zeichentrickserie „He-Man – Tal der Macht“ dreht sich auch „Masters of the Universe“ um den jungen Prinzen Adam (Nicholas Galitzine) vom Planeten Eternia. Als Kind wurde er zusammen mit einem magischen Schwert auf die Erde geschickt, um ihn vor einem Angriff des bösen Skeletor (Jared Leto) zu schützen.
Als Adam das Schwert Jahre später als Erwachsener wiederfindet, wird dadurch seine Rückkehr nach Eternia ausgelöst. Dort angekommen muss er allerdings feststellen, dass das Reich unter Skeletors Herrschaft steht, die es zu beenden gilt. Hilfe bekommt er dabei unter anderem von Duncan (Idris Elba) und seiner Tochter Teela (Camilla Mendes). Vor allem aber muss er lernen, mit der Macht des magischen Schwertes umzugehen, um Eternia und auch seine Eltern zu retten.
Das sagen die Kritiken zum neuen „He-Man“-Film
Auch wenn „Masters of the Universe“ an den Kinokassen ein Flop war, können sich die Kritiken für den Fantasy-Blockbuster wirklich sehen lassen. Bei IMDb kommt der Film auf eine solide Wertung von 6,6, wo er im Übrigen auch in den Trends aktuell auf Platz 2 steht – nur Christopher Nolans „Die Odyssee“ ist aktuell auf der Plattform beliebter. Bei Rotten Tomatoes erreicht der Film eine Wertung von 67 Prozent, beim Publikum reichte es sogar für starke 86 Prozent.
Das hat der Film den Kommentaren zufolge vor allem seiner Besetzung zu verdanken, die zu großen Teilen sehr gut ankommt. Vielen gefällt zudem der mitunter als trashig beschriebene Charme, der sich am Original der 80er-Jahre orientiert und vor allem der Humor beziehungsweise die Tatsache, dass der neue Film den alten Stoff nicht allzu ernst nimmt. Gerade das ist es aber auch, was einige bemängeln. Mehrfach kann man zudem Kritik an den Effekten finden, die den Blockbuster mitunter überladen.
Wer also Lust auf kurzweilige Unterhaltung und ein Herz für ein wenig Humor und Trash hat, der kommt bei „Masters of the Universe“ wahrscheinlich auf seine Kosten. Auch viele Fans der Originalserie zeigen sich in den Kommentaren durchaus angetan. Wer allerdings Wert auf eine tiefgründige Story und ernste Action legt, wird wohl eher enttäuscht.
Die wichtigsten Daten zu „Masters of the Universe“ im Überblick
- Titel: Masters of the Universe
- Start: 22. Juli bei Amazon Prime Video (Kino-Release war am 4. Juni)
- Herkunft: USA
- Genre: Fantasy, Action
- Länge: 2 Stunden und 20 Minuten
- Altersfreigabe: ab 12 Jahren
- Cast: u.a. Nicholas Galitzine, Camila Mendes, Idris Elba, James Purefoy, Alison Brie, Jared Leto
- Regie: Travis Knight

