Steve Jobs: Was steht eigentlich in der FBI-Akte über den Apple-Gründer?

Viele wissen gar nicht, dass das FBI eine Akte über Steve Jobs angelegt hatte. Inzwischen ist öffentlich bekannt, was darin steht – und warum die Sicherheitsbehörde überhaupt eine solche Akte angelegt hat.
Steve Jobs: Was steht eigentlich in der FBI-Akte über den Apple-Gründer?
IMAGO / ABACAPRESS

Trotz einiger Kontroversen ist der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs eine Ikone seiner Branche. Aber auch darüber hinaus ist der Name vielen ein Begriff, nicht zuletzt wegen der prominenten iPhone-Präsentationen oder den ikonischen schwarzen Rollkragenpullovern, die der langjährige CEO stets in der Öffentlichkeit trug.

Mindestens genauso bekannt wie Steve Jobs ist auch das FBI, das Federal Bureau of Investigation der USA. Die Behörde ermittelt in Fällen von besonderer Tragweite. Dazu gehören Bundesverbrechen, Spionage, Bedrohungen der nationalen Sicherheit und andere gewichtige Dinge. Warum hatte also ausgerechnet diese Behörde eine eigene Akte über den Apple-Gründer?

Der wahre Grund für die FBI-Recherche über Steve Jobs

Wer jetzt eine große Verschwörung vermutet, wird enttäuscht. Die Informationen über Steve Jobs hat das FBI nämlich nicht im Rahmen einer Ermittlung gegen den CEO zusammengetragen. Die 191 Seiten umfassende Akte ist in einem ganz anderen Zusammenhang entstanden. Das FBI ist nämlich auch dafür zuständig, Sicherheitsüberprüfungen bestimmter Personen durchzuführen, die im Namen der Regierung mit wichtigen Aufgaben betraut werden.

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Im Fall von Setve Jobs war das der sogenannte Exportrat (President's Export Council, kurz PEC), der vom damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush eingesetzt wurde. Dieser Rat aus Expertinnen und Experten sollte den Regierungschef damals in Angelegenheiten des internationalen Handels beraten. In diesem Zuge wurde im Jahr 1991 ein umfassender Background-Check von Steve Jobs durchgeführt.

FBI hatte Akte über Steve Jobs: Hauptquartier des FBI
IMAGO / Light Studio Agency

FBI befragte zahlreiche Weggefährten des Apple-CEO

Nach dem Tod von Jobs im Jahr 2011 kam es dann 2012 zur Veröffentlichung von dessen FBI-Akte. Wer sich für den Inhalt interessiert, kann ihn sich also tatsächlich selbst anschauen. Für die Akte wurden unter anderem etwa 30 Personen aus dem Umfeld des Apple-Gründers befragt. Das Ergebnis fiel nicht immer zu dessen Gunsten aus.

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So berichteten etwa einige, dass Steve Jobs dazu neigen würde, die Realität zu verzerren und seine Ziele immer an die erste Stelle zu setzen. Dabei wird dem Tech-CEO allerdings auch eine hohe Überzeugungskraft bescheinigt. Inzwischen ist von mehreren Quellen belegt, dass Jobs nicht der einfachste Charakter und auch auch beruflich mitunter ein schwieriger Kollege und Chef gewesen sein soll.

Jobs wurde vom FBI als geeignet befunden

Was hingegen weniger bekannt ist, aber ebenfalls aus der FBI-Akte über Steve Jobs hervorgeht, ist, dass er einmal fast das Opfer eines Erpressers geworden wäre. So wurde ihm mit einem Bombenanschlag gedroht, der sich allerdings als Fake entpuppte. Positive Worte gibt es zudem von seinen Nachbarinnen und Nachbarn, die ihn als angenehm und rücksichtsvoll beschrieben haben.

Im Übrigen förderte die Untersuchung des FBI nichts zutage, das gegen eine Beteiligung von Steve Jobs am Exportrat gesprochen hätte. Am Ende war der Apple-Gründer tatsächlich Teil des Rates, der sogar noch bis 2025 weiter existierte, bis er dann von Donald Trump aufgelöst wurde.