Steve Jobs trug immer einen schwarzen Rollkragenpullover: Das Geheimnis hinter seinem Outfit

Steve Jobs trug bei öffentlichen Auftritten immer das gleiche Outfit, inklusive seinem ikonischen schwarzen Rollkragenpullover. Dahinter steckte eine bestimmte Taktik.
Steve Jobs trug immer einen schwarzen Rollkragenpullover: Das Geheimnis hinter seinem Outfit
picture alliance

Wer an den verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs denkt, dem dürfte als erstes eines von zwei legendären Bildern einfallen. Zum einen Jobs' Präsentation des allerersten iPhones im Jahr 2007. Zum anderen das Bild, das mit seiner Todesnachricht um die Welt ging: Steve Jobs, der nachdenklich in die Kamera schaut, während die eine Hand am Kinn ruht. Neben der Person haben beide Bilder eines gemeinsam: den schwarzen Rollkragenpullover, den der Apple-Pionier trägt.

Auch interessant: Bier-Test bei Bewerbungen: Steve Jobs fand mit ungewöhnlicher Methode neue Mitarbeiter

Tatsächlich trägt Jobs den Pulli auf nahezu jedem Foto, das ihn in der Öffentlichkeit zeigt; er wurde zu seinem „Signature-Look“. In seiner Biografie wurde enthüllt, dass der Unternehmer mehr als 100 solcher Pullover besessen hat. „Das ist es, was ich trage. Ich habe genügend von ihnen, für den Rest meines Lebens“, wird Steve Jobs in dem 2011 erschienenen Buch zitiert. Dabei sollte das Outfit offenbar ein Statement senden, dessen Begründung wohl in einer Reise nach Japan in den 1980er-Jahren liegen soll.

Steve Jobs präsentiert das erste iPhone
picture alliance

Für Steve Jobs war der schwarze Rollkragenpullover mit einer speziellen Geschichte und Botschaft verbunden

Auch darüber ist in der Biografie, die schlicht „Steve Jobs“ heißt, die Rede. Das Buch wurde von dem bekannten Biografen und Schriftsteller Walter Isaacson verfasst, der Jobs dafür in einem Zeitraum von zwei Jahren mehr als 40-mal interviewt haben soll. Dabei ging es offenbar auch um den legendären Rollkragenpullover des Apple-CEOs, den dieser in der Regel zusammen mit einer Levis-Jeans und Turnschuhen der Marke New Balance trug.

Dieses Outfit ist an eine Uniform angelehnt, die Sony-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter offenbar bei Jobs' Japanreise trugen. Das hatte zum einen harte wirtschaftliche Gründe, stärkte aber offenbar auch den Zusammenhalt der Kolleginnen und Kollegen. Als Folge seines Besuchs wollte Steve Jobs auch für Apple eine Uniform durchsetzen – allerdings ohne Erfolg. „Oh, Mann! Ich wurde von der Bühne gebuht. Jeder hasste die Idee“, wird der Unternehmer zitiert.

Daraufhin entschloss sich Jobs offenbar, zumindest für sich selbst eine entsprechende Lösung umzusetzen. Dafür beauftragte er den inzwischen ebenfalls verstorbenen japanischen Designer Issey Miyake, bei dem er auch direkt eine umfassende Garnitur bestellt haben soll. Das Ergebnis ist schlicht und praktisch und wurde von Steve Jobs offenbar als seine ganz eigene Uniform verstanden.