Die aus Reis und Bohnen bestehende Kost im Dschungelcamp hat Tradition und wird deshalb liebevoll auch „Dschungel-Diät“ genannt. Dabei stellt die Ernährung auf lange Sicht für viele Camperinnen und Camper fast die größte Herausforderung dar – vor allem, wenn in der Dschungelprüfung keine Sterne erspielt werden. Neben Schlafmangel, Hitze und Krabbeltieren macht den Stars dann auch der Hunger beziehungsweise der Appetit zu schaffen.
Nach dem Dschungelcamp haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zudem meistens deutlich abgenommen, teilweise bis zu zehn Kilogramm innerhalb von drei Wochen. Das spricht für ein spürbares Kaloriendefizit. Denn nur, wer weniger Kalorien zu sich nimmt, als verbraucht werden, nimmt ab. Dieses Defizit dürfte durch den psychischen Stress, dem die Stars ausgesetzt sind, noch weiter verstärkt werden. Doch wer jetzt zwecks Abnahme darüber nachdenkt, nur noch Reis und Bohnen wie im Dschungelcamp zu essen, sollte vorsichtig sein.
Insgesamt bekommt jede Person 70 Gramm Reis und 70 Gramm Bohnen – pro Tag. Das entspricht einer Gesamtkalorienmenge von 450 bis 500 Kalorien, was deutlich unter dem eigentlichen Bedarf liegt. Die Kalorienmenge reicht allerdings aus, um die Grundfunktionen des Körpers aufrecht zu erhalten, zumal den Camperinnen und Campern ausreichend Wasser zum Trinken zur Verfügung steht. Bei einer erwachsenen Person liegt den grundlegende Kalorienbedarf allerdings je nach Alter, Gewicht und Geschlecht zwischen 1600 und 2500 Kilokalorien, wobei das im Detail auch stark vom Aktivitätslevel der Person abhängt.

Essen wie im Dschungelcamp ist auf Dauer nicht gesund
Bekommt der Körper weniger Energie als nötig, geht er in eine Art Sparmodus, indem unter anderem die Körpertemperatur gesenkt wird. Betroffene fühlen sich dann unter anderem müde und antriebslos. Zudem wird man zunehmend schwächer und unkonzentrierter. Weitere Folgen können Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen sein. Gleichzeitig führt der Nahrungsentzug zu einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen – eine weitere Erklärung für die oft eher gereizte Stimmung im Camp.
Dazu kommt, dass Bohnen und Reis zwar immerhin einige wichtige Nährstoffe enthalten, um den Körper mit dem nötigsten zu versorgen. Allerdings fehlt der Lebensmittelkonstellation unter anderem Eiweiß. Das hat zur Folge, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Dschungelcamp vor allem auch Muskelmasse statt Fett verlieren.
Nachhaltig ist die Dschungel-Diät also auf keinen Fall, wirklich gefährlich wird sie für eine gesunde und fitte Person aber auch nicht, vor allem, wenn sie zeitlich so deutlich begrenzt wird. Grundsätzlich kann der Körper über einen längeren Zeitraum sogar komplett ohne Nahrung auskommen. Empfehlenswert ist das allerdings nicht und sollte nur nach vorheriger Absprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen. Wer abnehmen möchte, sollte sich also eher eine andere Diät suchen als die Reis-und-Bohnen-Diät aus dem Dschungelcamp.
