Wer in Hotels mit einem gewissen Standard das Badezimmer betritt, findet dort unter anderem kleine Shampoo- und Duschgel-Flaschen. Diese sind oft exklusiv gebrandet und erfreuen sich auch als Souvenir einiger Beliebtheit. Das soll sich allerdings in absehbarer Zeit ändern. Denn ab 2030 greift eine neue Verpackungsverordnung in der EU, die den Einsatz von Einwegverpackungen weiter einschränkt.
Die entsprechende Richtlinie gibt es bereits seit mehr als 30 Jahren und sie regelt das Inverkehrbringen, die Rücknahme sowie die Verwertung von Verpackungen in der EU. Allerdings gibt es am aktuellen Status bereits seit Jahren Kritik, weshalb sich die Europäische Kommission und der Rat bereits 2024 auf einen neuen Vorschlag geeinigt haben, der vor allem auf die Vermeidung von unnötigem Müll abzielt.
Entsprechend soll die sogenannte „Packaging & Packaging Waste Regulation“ (kurz PPWR) im Rahmen des Europäischen Green Deals die bisherige Verpackungsrichtlinie ablösen. Diese wirkt sich auf zahlreiche Bereiche aus, unter anderem auf Hotels, den Handel und auch auf private Haushalte.

Hotels und andere Betriebe müssen sich ab 2030 umstellen
So werden etwa ab 2030 auch die dünnen Tüten im Supermarkt verschwinden, die auch als „Knotenbeutel“ bezeichnet werden und die vor allem zum Verpacken von Obst und Gemüse beliebt sind. Und auch die kleinen Flaschen mit Pflegeprodukten werden in dieser Form im Hotel und anderen Übernachtungsbetrieben nicht mehr zur Verfügung stehen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Gäste dabei auf Seife, Shampoo und Co. verzichten müssen. Fest installierte Spender und auch andere Lösungen, die wiederverwendbar sind, sind nach wie vor erlaubt – es geht konkret um die kleinen Flaschen, die bereits nach wenigen Anwendungen im Müll landen. Auf diese Weise möchte die EU Milliarden Einwegverpackungen, die jedes Jahr alleine im Gast- und Hotelgewerbe anfallen, vermeiden.
Für den privaten Gebrauch gilt das Verbot im Übrigen nicht. Die kleinen Fläschchen gibt es also weiterhin als „Reisegrößen“ zu kaufen. Allerdings empfiehlt etwa das Umweltbundesamt, im Sinne der Nachhaltigkeit auf nachfüllbare Flaschen statt auf Einweg-Produkte zurückzugreifen.
