Im Jahr 2025 erhielten 332.500 Menschen aus dem Ausland den deutschen Pass. Die Einbürgerungen befinden sich somit auf einem Rekordniveau. Die Zahlen zeigen auch, aus welchen Ländern die Personen kommen, die sich dauerhaft in Deutschland niedergelassen haben.
Die Daten wurden kürzlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Bei den Einbürgerungen sind neben bereits bekannten Mustern auch völlig neue Trends erkennbar. Deutlich wird darüber hinaus, dass die Einbürgerungen im Jahr 2025 40.500 Menschen mehr umfassten als noch im Jahr 2024. Die Statistik wurde im Jahr 2000 eingeführt. Seitdem wurden noch nie über 300.000 Menschen in einem Jahr eingebürgert.

Über 330.000 Einbürgerungen im Jahr 2025: Syrer stehen an der Spitze
„Damit stieg die Zahl der Einbürgerungen im fünften Jahr in Folge“, heißt es in einem Statement des Bundesamts für Statistik. Am häufigsten erhielten im vergangenen Jahr Syrerinnen und Syrer die deutsche Staatsbürgerschaft. Allerdings sank die Zahl im Gegensatz zum Vorjahr um 21 Prozent. Insgesamt handelte es sich um 65.600 Personen. Demgegenüber stieg die Zahl der Einbürgerungen von Personen mit türkischer und russischer Abstammung um 51 Prozent. Zudem stieg die Zahl der Einbürgerungen bosnischer Staatsangehöriger um 126 Prozent.
Auch immer mehr US-Amerikaner möchten in Deutschland leben
Außerdem konnte beobachtet werden, dass immer mehr US-Amerikaner nach Deutschland kommen möchten. 2025 erhielten 6.600 US-amerikanische Staatsangehörige den deutschen Pass. Das entspricht einem Anstieg von 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am häufigsten kam es zu sogenannten Regelfalleinbürgerungen, „die unter anderem eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren voraussetzen“. Es wurden 2025 insgesamt 467.400 Anträge auf Einbürgerung gestellt. 371.100 Verfahren wurden durchgeführt, von denen 90 Prozent positiv endeten.
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„Wir konnten das Schlimmste der Ampelreform beim Staatsbürgerschaftsrecht wieder abschaffen, nämlich die Turbo-Einbürgerung nach nur drei Jahren“, erklärte der Unionspolitiker Alexander Throm gegenüber der Welt. Die Zahl der US-Amerikaner, die eingebürgert werden möchten, könnte in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen. Dazu könnte die umstrittene Politik des US-Präsidenten Donald Trump beitragen, der voraussichtlich bis zur nächsten Wahl im Jahr 2028 im Amt bleiben wird.

