Wende in Deutschland und der EU: Zahl der Asylanträge auf Tiefstand gesunken

Weniger Asylanträge in Deutschland und Europa: Die neuesten Statistiken zeigen einen klaren Rückgang. Experten diskutieren nun über die Ursachen und die Rolle der Politik.
Wende in Deutschland und der EU: Zahl der Asylanträge auf Tiefstand gesunken
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Anfang Juni teilte die EU-Asylagentur EUAA bereits mit, dass die Asylanträge in Europa auf einen Tiefstand gesunken sind. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 822.000 Anträge registriert. Es handelt sich um den niedrigsten Stand seit 2021. Im Gegensatz zum Jahr 2024 sank die Zahl um 19 Prozent.

Auch in Deutschland wurde eine Trendwende verzeichnet. Im Mai 2026 wurden in Deutschland so wenig Asylanträge gestellt wie in Zeiten der Corona-Pandemie. Wie das Bundesinnenministerium bestätigte, wurden lediglich 5.556 Asylerstanträge registriert. Das heißt, dass es sich um den ersten Antrag handelt, den eine Person eingereicht hat.

Alexander Dobrindt bei einem Interview
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Auch in Deutschland: Ämter verzeichnen deutlich weniger Asylanträge als 2025

Das entspricht einem Rückgang von insgesamt 30 Prozent im Gegensatz zum Mai 2025. Die neuen Zahlen zeigen, dass sich der Trend auch in diesem Jahr abzeichnet. „Die Migrationswende setzt sich fort“, erklärte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt daraufhin. Migrationsforscher sind allerdings der Auffassung, dass diese Wende nicht unbedingt mit der Politik der Bundesregierung zusammenhängt, sondern viel mehr mit der Situation in den Herkunftsländern oder Transitstaaten.

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Neue Zahlen, die der Bild vorliegen, untermauern die bisher registrierten und offiziell bestätigten Entwicklungen. Von Januar bis Juni 2026 sollen lediglich 39.646 Erstanträge gestellt worden sein. Das entspricht einem deutlichen Rückgang, denn im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 61.336 und 2024 insgesamt 121.416. Dobrindt erklärte daraufhin in einem Interview, dass man den aktuellen Kurs „entschlossen weiterverfolgen“ werde. Allerdings zeigen die Statistiken nicht, wie sich die gesamte Migration in Deutschland fortsetzt, denn Geflüchtete aus der Ukraine stellen aufgrund eines Sonderstatus keinen Asylantrag.

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