Beim Parteitag der AfD in Erfurt haben kürzlich Tausende Aktivisten und Demonstranten die halbe Stadt lahmgelegt. Man wollte die Veranstaltung verhindern und versammelte sich für zahlreiche Blockaden. „Wir sind gekommen, um den AfD-Parteitag zu verhindern“, erklärte Suraj Mailitafi.
Allerdings gelang dieses Vorhaben nicht. Die meisten der AfD-Delegierten reisten schon in den frühen Morgenstunden an. Sie erreichten das Messegelände problemlos und die organisierte Großaktion verpuffte. Nun drohen die Aktivisten jedoch auch anderen Parteien. Das Bündnis „Widersetzen“ will sich künftig auch gegen die CDU und das BSW richten. Pünktlich zu den Landtagswahlen im September seien vorerst neue Aktionen gegen die AfD geplant.

Blockade gegen die AfD gescheitert: Nun richten sich Aktivisten gegen andere Parteien
„An alle Parteien, insbesondere CDU und BSW, das hier ist unsere explizite Warnung: Wenn ihr es wagt, den FaschistInnen an die Macht zu helfen, macht ihr euch zu unserem nächsten Aktionsziel“, erklärte Noa Sander. Zudem wurden Angriffe auf Journalisten verteidigt, die für „rechtskonservative oder AfD-nahe Medien“ berichteten. Während der Demos und Blockaden kam es am Wochenende auch zu gezielten Attacken auf Medienvertreter. Wie die Welt berichtete, wurden unter anderem drei Journalisten des Portals „Apollo News“ angegriffen. Die Thüringer Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen.
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Sahra Wagenknecht hat bereits persönlich auf die Entwicklungen reagiert. „Natürlich ist es legitim, gegen eine Partei zu demonstrieren. Wenn es aber wie bei den Anti-AfD-Protesten darum geht, diese Partei davon abzuhalten, ihren Parteitag durchzuführen, dann ist das zutiefst undemokratisch“, heißt es in einem Statement auf der Plattform „X“. Die Polizei teilte kürzlich mit, dass an den Protesten gegen die AfD 31.000 Menschen teilgenommen hatten. Bei dem Parteitag fand unter anderem die Wiederwahl von Tino Chrupalla und Alice Weidel zu den Parteivorsitzenden statt.

