Merz in der Krise: AfD überholt die Union bei der Kanzlerfrage

Friedrich Merz steckt tief in der Krise. Aktuelle Forsa- und INSA-Daten belegen: Die AfD hat die Union überholt. Warum der CDU-Chef bei den Bürgern an Beliebtheit einbüßt und was die Wähler derzeit so verunsichert.
Merz in der Krise: AfD überholt die Union bei der Kanzlerfrage
picture alliance

In den vergangenen Wochen hatte die Union zeitweise die Nase vorn, doch nun steht die AfD wieder an der Spitze zahlreicher Umfragen. Am Dienstag stimmten bei einer Befragung der Forsa 27 Prozent für die Alternative für Deutschland und lediglich 22 Prozent für die CDU/CSU wenn es darum geht, welche Partei man aktuell am ehesten wählen würde.

Die INSA-Ergebnisse zeichnen mit 27,5 Prozent für die AfD und 24 Prozent für die Union ähnliche Werte ab. Bundeskanzler Friedrich Merz ist mittlerweile bei den Bürgerinnen und Bürgern noch unbeliebter als zu Jahresbeginn. Er landete kürzlich erstmals auf dem letzten Platz des deutschen Politiker-Rankings. Merz klagte daraufhin, dass kein Kanzler vor ihm so viel hätte aushalten müssen wie er.

Alice Weidel und Tino Chrupalla bei einer Pressekonferenz der AfD
picture alliance

Kritik an Friedrich Merz wächst: AfD hat die Nase bei der Kanzlerfrage vorn

Seine Kritiker sind der Meinung, dass jemand anders das Amt des Bundeskanzlers übernehmen sollte. Die INSA befragte auch zu diesem Thema 1004 Personen. 25 Prozent wünschen sich, dass die AfD den nächsten Kanzler oder auch die nächste Kanzlerin stellt. Beim letzten Wahlkampf trat die Parteivorsitzende Alice Weidel bereits als Kanzlerkandidatin an. Die Alternative für Deutschland hat auch in dieser Umfrage die Nase vorn. Die Union schaffte es auf 19 Prozent, die SPD auf 13 Prozent und die Grünen auf 12 Prozent.

Anzeige

Auch interessant: Giorgia Meloni: So viel Geld verdient die italienische Ministerpräsidentin

Doch die aktuelle Situation in Deutschland führt auch dazu, dass viele Bürger gar nicht mehr wissen, wen sie eigentlich wählen sollen. 19 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keine Ahnung haben, wer denn nun der nächste Kanzler werden soll. Hinter dieser Unsicherheit stecken unter anderem die ständigen Streitereien, die es in den vergangenen Wochen innerhalb der Bundesregierung gegeben hat. Außerdem sorgen Aussagen zur Arbeitszeit und Rente in Deutschland immer wieder für Unmut unter den Wählern. Doch bis zur nächsten Bundestagswahl im Jahr 2029 vergehen noch drei Jahre.

Anzeige