Die Bundesregierung hat sich kürzlich auf mehrere Reformen und einen neuen Haushaltsplan geeinigt. Im Rahmen dessen sollen nicht nur Steuern gesenkt werden. Unter anderem plant die Koalition die Erhöhung der Alkoholsteuer ab dem kommenden Jahr.
Aus dem Haushaltsentwurf geht hervor, dass die Steuern auf fast alle alkoholischen Getränke steigen sollen. Lediglich die Biersteuer wird nicht angehoben. Die Steuern sollen jeweils um 20 Prozent erhöht werden. Betroffen sind demnach Getränke wie Alkopops, Spirituosen und Sekt. Auf Wein wird in Deutschland generell keine Steuer erhoben. Schaumweine bilden hier eine Ausnahme.

Alkoholsteuer soll steigen: Diese Getränke sind betroffen
Verbraucher müssen demnach damit rechnen, ab 2027 mehr Geld an der Supermarktkasse zu lassen. Die Kosten bleiben für den Kunden eher moderat. Der Bundeshaushalt wird jedoch enorm von der Erhöhung profitieren. Da die Tabaksteuer ebenfalls erhöht werden soll, rechnet die Koalition mit Mehreinnahmen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Die Anhebung der Alkoholsteuer wurde schon im April geplant und nun beschlossen. Der entsprechende Gesetzentwurf wird aktuell erarbeitet und muss noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen.
Der Beschluss ist einem Sprecher zufolge „auch aus gesundheitspolitischen Erwägungen“ entstanden. Demnach geht es nicht nur um einen Ausgleich im Bundeshaushalt. Konkret bedeutet die Änderung eine Erhöhung von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol. Eine Flasche 40-prozentiger Wodka würde demnach im kommenden Jahr rund 90 Cent mehr kosten. Trotz der geplanten Erhöhung möchte die Bundesregierung auch künftig keine Steuern auf Wein erheben.

