Zigaretten sollen teurer werden: Bundesregierung will Tabaksteuer erhöhen

Mehr Geld für den Staat, weniger gesundheitliche Schäden – das ist das Ziel der neuen Tabaksteuer-Pläne. Doch wie stark steigen die Preise für Zigaretten und Co. wirklich an?
Zigaretten sollen teurer werden: Bundesregierung will Tabaksteuer erhöhen
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Die Bundesregierung plant erneut eine Erhöhung der Tabaksteuer. Lars Klingbeil sieht vor, dass Produkte wie Zigaretten ab dem 1. September 2026 teurer werden sollen. Allerdings ist aktuell noch unklar, wie stark die Preise dadurch tatsächlich angehoben werden.

Fest steht, dass sich Raucher in den kommenden Jahren auf mehrere Steuererhöhungen einstellen müssen. Aktuell gibt es Medienberichte, die besagen, dass die Steuer in diesem Jahr zwischen 13 und 20 Prozent angehoben werden könnte. Zu Beginn des Jahres 2027 soll eine weitere Erhöhung folgen. Wie die FAZ berichtete, könnte eine Packung Zigaretten im September durchschnittlich mindestens 8,90 Euro statt 7,76 Euro kosten.

Mann raucht eine Zigarette
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Werden Zigaretten ab dem 1. September teurer?

Momentan handelt es sich aber lediglich um Spekulationen, da der genaue Beschluss noch aussteht. Erst dann ist klar, um wie viel Prozent die Steuer tatsächlich ansteigen wird. Das Finanzministerium möchte durch die Maßnahmen insgesamt rund 2,8 Milliarden Euro zusätzlich einnehmen. Doch die Erhöhung der Steuer soll natürlich auch gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Laut dem Mediziner und CDU-Politiker Hendrick Streeck sterben jährlich 131.000 Menschen durch das Rauchen. Deshalb soll aktiv dazu beigetragen werden, dass Betroffene mit dem Konsum aufhören.

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Experten sicher: Erhöhung der Tabaksteuer hat entscheidenden Effekt

„Rauchen macht abhängig und verursacht schwere Erkrankungen. Jeder vermiedene Einstieg ist ein Gewinn für die Gesundheit“, erklärte Streeck gegenüber der Frankfurter Rundschau. „Eine höhere Steuer kann dazu führen, dass eine größere Zahl von Menschen mit dem Rauchen aufhört“, heißt es weiter. Die Pläne von Lars Klingbeil müssen allerdings erst noch sämtliche parlamentarischen Prozesse durchlaufen, bevor sie umgesetzt werden können.