Ein Griff an die Türklinke, einmal die Katze streicheln oder ein kurzes Händeschütteln reichen im Winter oft schon aus, um sich einen kleinen Stromschlag zuzuziehen. Dieser kann laut „Wetter Online“ für einen kurzen Moment sogar eine Spannung von bis zu 35.000 Volt durch den Körper schicken, gefährlich ist das jedoch nicht. Teilweise ist sogar ein optischer Funke zu sehen, wenn entsprechendes Material berührt wird und es die Lichtverhältnisse zulassen.
Viele werden deshalb gerade in der kälteren Jahreszeit vorsichtig, bevor sie in Kontakt mit einem Gegenstand oder einer Person kommen. Doch woran liegt es eigentlich, dass das Phänomen, das es durchaus auch im Sommer gibt, im Winter noch deutlich häufiger auftritt? Das hat vor allem mit der trockenen Luft zu tun, da kalte Luft Feuchtigkeit weniger gut speichern kann als warme Luft. Das hat allerdings auch einen physikalischen Effekt zur Folge.
Bei normalen Temperaturen gleichen sich die unterschiedlichen Ladungen, positive und negative, auf der Hautoberfläche und in der Luft aus. Der Körper gibt dabei permanent Ladungen an die Luft ab, ohne dass man es bemerkt. Je trockener die Luft, desto weniger fungiert sie als elektrischer (Ab-)Leiter; dann muss sich die Spannung anderweitig entladen, was sich in einem leichten Stromschlag äußert, wenn man anderes, leitendes Material berührt. Entsprechend kann man auch einiges gegen die leichten Schläge tun.

Wie man verhindern kann, im Winter permanent einen Schlag zu bekommen
So wirkt etwa trockene Haut als zusätzlicher Faktor, einen leichten Stromschlag bei entsprechendem Kontakt verstärkt. Das hat vor allem damit zu tun, dass sich die Ladung schlechter über den Körper verteilen kann. Auch Gummisohlen an den Füßen wirken kontraproduktiv. Das Material verhindert, dass Spannung über den Boden abgegeben werden kann. Man kann die Gefahr eines kleinen Stromschlags im Winter also bereits reduzieren, indem man seine Haut etwa mit einer Creme feucht hält und zumindest in angemessenen Räumen die Schuhe auszieht, um eine Entladung zu ermöglichen oder direkt auf Ledersohlen setzt.
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Was ebenfalls hilft, ist eine höhere Luftfeuchtigkeit in den Zimmern, in denen man sich im Winter bevorzugt aufhält. Dabei können etwa Pflanzen helfen oder auch ein Luftbefeuchter. Und auch das Material der Kleidung, die man trägt, spielt eine Rolle. Natürliche Fasern wie Baumwolle laden sich weitaus langsamer auf als Kleidung aus Kunststoff. zudem hilft es nichts, aus Angst vor einem Stromschlag den Kontakt zu bestimmten Oberflächen zu vermeiden, damit erhöht man im Zweifel nur die Spannung.
